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🇯🇵Japanisch

Wie sagt man „bitte“ auf Japanisch: 15+ höfliche Bitten für jede Situation

Von Sandor20. Februar 20269 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

Die häufigste Art, „bitte“ auf Japanisch zu sagen, ist „Onegaishimasu“ (お願いします, oh-neh-gah-ee shee-mahs). Es passt für abstrakte Bitten und Gefallen. Für konkrete Handlungen nutzt du „Kudasai“ (ください, koo-dah-sah-ee) nach einem Verb oder Nomen. Japanisch hat viele Abstufungen von Bitten, vom lockeren „Onegai“ unter Freunden bis zu sehr höflichen indirekten Formen wie „〜ていただけませんか“ im Business-Kontext.

Die kurze Antwort

Die häufigste Art, „bitte“ auf Japanisch zu sagen, ist Onegaishimasu (お願いします, oh-neh-gah-ee shee-mahs). Das ist das höfliche Allzweckwort für Bitten. Es passt vom Konbini bis zum Vorstandszimmer. Für konkrete Handlungen hängst du Kudasai (ください, koo-dah-sah-ee) an ein Verb oder Nomen: Matte kudasai (Bitte warte), Mizu o kudasai (Wasser, bitte).

Japanisch wird von ungefähr 125 Millionen Menschen gesprochen. Laut der Nationalen Sprachumfrage 2023 der Agency for Cultural Affairs gaben über 60% der japanischen Erwachsenen an, im Berufsalltag täglich Keigo (Höflichkeitssprache) zu nutzen. „Bitte“ ist in Japan nicht nur Höflichkeit, es ist ein ganzes System sozialer Feinabstimmung. Die Form deiner Bitte zeigt die Beziehung, das Gewicht der Bitte und dein Gespür für die Situation.

„Im Japanischen ist eine Bitte grundsätzlich ein Eingriff in die Autonomie des Gegenübers. Die Sprache hat ausgefeilte indirekte Strategien entwickelt, um diesen Eingriff zu minimieren. Je stärker du die Bitte abschwächst, desto respektvoller wirkt sie.“

(Brown & Levinson, Politeness: Some Universals in Language Usage, Cambridge University Press, 1987)

Dieser Guide zeigt 15+ Arten, „bitte“ auf Japanisch zu sagen. Er ist geordnet von Standardhöflichkeit über formelle Geschäftssprache bis zu lockeren Ausdrücken. Jeder Eintrag enthält japanische Schrift, Romaji-Aussprache und kulturellen Kontext. So findest du für jede Situation das passende „bitte“.


Schnellübersicht: Japanische „Bitte“-Ausdrücke auf einen Blick


Die zwei Kernsysteme: お願いします vs ください

Bevor du in einzelne Phrasen gehst, hilft dir diese Grundunterscheidung. So vermeidest du typische Fehler. Japanisch hat zwei Hauptsysteme für Bitten, und sie sind nicht austauschbar.

お願いします (Onegaishimasu) kommt vom Verb negau (願う, wünschen/bitten). Wörtlich heißt es: „Ich äußere demütig eine Bitte.“ Du nutzt es für etwas Abstraktes, für Gefallen oder wenn die konkrete Handlung aus dem Kontext klar ist.

ください (Kudasai) kommt vom Verb kudasaru (下さる, geben, bescheidene Form). Wörtlich heißt es: „Bitte gib“ oder „Bitte tu.“ Du hängst es an konkrete Verben oder Nomen, um klare Bitten zu formulieren.

SituationVerwende dasBeispiel
Im Restaurant bestellenお願いしますコーヒーをお願いします (Coffee, please)
Jemanden bitten zu wartenください待ってください (Please wait)
Ein Taxi-Ziel nennenお願いします東京駅までお願いします (Tokyo Station, please)
Jemanden bitten etwas zu lesenください読んでください (Please read this)
Um einen Gefallen bitten (unkonkret)お願いしますよろしくお願いします (I leave it in your hands)
Um einen Gegenstand bittenください水をください (Water, please)

💡 Die einfache Regel

Wenn du darauf zeigen kannst oder die konkrete Handlung benennen kannst, nutze kudasai. Wenn du um einen Gefallen, eine Dienstleistung oder etwas Abstraktes bittest, nutze onegaishimasu. Wenn beides möglich ist, ist onegaishimasu die sicherere und höflichere Wahl.


Standardhöfliche Bitten

Diese Formen nutzt du im Alltag am häufigsten. Sie funktionieren in Läden, Restaurants, Büros und mit allen, die nicht enge Freunde sind.

お願いします

Höflich

/oh-neh-gah-ee shee-mahs/

Wörtliche Bedeutung: Ich äußere demütig eine Bitte

すみません、会計をお願いします。

Entschuldigung, die Rechnung bitte.

🌍

Das vielseitigste „bitte“ im Japanischen. Für Bestellungen, Dienstleistungen, Gefallen und als Abschluss in Geschäfts-E-Mails. Oft zusammen mit „Sumimasen“ (Entschuldigung), um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Onegaishimasu ist das Schweizer Taschenmesser für Bitten auf Japanisch. Du hörst es in Japan dutzende Male am Tag. Es kommt am Bahnhof, im Büro, im Restaurant und im Alltag vor. Es passt natürlich zu Nomen: Koohii o onegaishimasu (Coffee, please), Kore o onegaishimasu (This one, please).

Eine der wichtigsten Wendungen im Japanischen ist Yoroshiku onegaishimasu (よろしくお願いします). Sie nutzt dieselbe Basis. Sie bedeutet ungefähr: „Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit“ oder „Bitte seien Sie mir wohlgesonnen“. Du findest sie am Ende von Vorstellungen, Geschäfts-E-Mails und in fast jeder Situation, in der du eine Beziehung aufbaust oder pflegst.

ください

Höflich

/koo-dah-sah-ee/

Wörtliche Bedeutung: Bitte gib / Bitte tu

もう少しゆっくり話してください。

Bitte sprechen Sie etwas langsamer.

🌍

Kommt an die Te-Form von Verben für Handlungsbitten, oder direkt an Nomen für „gib mir“-Bitten. Standardhöflich für den Alltag, aber für formelles Business oft zu direkt.

Kudasai ist das handlungsorientierte „bitte“. Für Verben brauchst du die te-Form: tabete kudasai (please eat), mite kudasai (please look), kite kudasai (please come). Bei Nomen fügst du die Partikel o hinzu: Mizu o kudasai (Water, please).

Im Schriftjapanischen siehst du kudasai sowohl in Hiragana (ください) als auch in Kanji (下さい). Die Hiragana-Form ist heute häufiger. Das NHK Broadcasting Culture Research Institute empfiehlt Hiragana für die meisten Alltagskontexte.


Formelle und bescheidene Bitten

Japanisches Keigo (Höflichkeitssprache) hat mehrere Stufen. Bei Bitten sind diese Stufen besonders wichtig. Die Umfrage der Agency for Cultural Affairs ergab, dass 78% falsches Keigo im Business als „unangenehm“ bezeichneten. Diese Formen helfen dir im Berufsalltag in Japan.

お願いいたします

Formell

/oh-neh-gah-ee ee-tah-shee-mahs/

Wörtliche Bedeutung: Ich bitte ergebenst (bescheidenes Verb)

ご確認のほど、お願いいたします。

Ich bitte um Ihre Bestätigung.

🌍

Eine Stufe bescheidener als „Onegaishimasu“. Das Verb „itasu“ (いたす) ist die bescheidene Form von „suru“ (する, tun). Standard in Geschäfts-E-Mails, formellen Reden und im Kundenservice.

Der wichtigste Unterschied zu onegaishimasu ist das Verb. itashimasu (いたします) ist die bescheidene Form von shimasu (します). Dieses eine Upgrade hebt deine Bitte von standardhöflich auf geschäftlich-formell. Du hörst es ständig in Büros und in kundenorientierten Jobs.

お願い申し上げます

Sehr formell

/oh-neh-gah-ee moh-shee-ah-geh-mahs/

Wörtliche Bedeutung: Ich bitte demütig (wörtlich: ich sage ehrerbietig, um zu bitten)

ご理解とご協力をお願い申し上げます。

Wir bitten demütig um Ihr Verständnis und Ihre Mitarbeit.

🌍

Die formellste Bitteform. In offiziellen Mitteilungen, öffentlichen Ansprachen, formeller Geschäftskorrespondenz und Reden. „Moushiageru“ ist die bescheidene Form von „sagen/mitteilen“.

Das ist die höchste Formalitätsstufe für Bitten. Du begegnest ihr in Bahnhofsdurchsagen (Gochuui o onegai moushiagemasu, „Wir bitten um Ihre Aufmerksamkeit“), in Firmenbriefen und bei Zeremonien. In lockeren Gesprächen klingt es absurd steif.

〜ていただけますか

Formell

/teh ee-tah-dah-keh-mahs kah/

Wörtliche Bedeutung: Dürfte ich demütig den Gefallen erhalten, dass Sie...?

この書類を確認していただけますか。

Könnten Sie dieses Dokument bitte prüfen?

🌍

Eine höfliche indirekte Bitte mit der Potentialform von „itadaku“ (demütig erhalten). Häufig im Business. Höflicher als „kudasai“, weil es die Bitte als Frage nach der Möglichkeit formuliert.

Diese Form passt sehr gut ins Berufsleben. Sie befiehlt nicht, sie fragt. Mit „Dürfte ich den Gefallen erhalten, dass …?“ gibst du dem Gegenüber Raum, abzulehnen. Das ist ein Grundprinzip japanischer Höflichkeit.

〜ていただけませんか

Sehr formell

/teh ee-tah-dah-keh-mah-sehn kah/

Wörtliche Bedeutung: Wäre es nicht möglich, dass ich demütig den Gefallen erhalte, dass Sie...?

少々お時間をいただけませんか。

Könnten Sie sich vielleicht kurz Zeit nehmen?

🌍

Die negative Frageform macht es noch höflicher als die positive Version. Das ist das Höflichkeitsparadox im Japanischen: Eine verneinte Bitte („Wären Sie nicht so freundlich…?“) wirkt weniger aufdringlich als eine direkte Frage („Könnten Sie…?“).

Hier wird japanische Höflichkeit besonders spannend. Die negative Frage (-masen ka) ist höflicher als die positive Frage (-masu ka). Warum? „Wären Sie nicht so freundlich …?“ deutet an, dass ein Nein möglich ist. Das zeigt Rücksicht und gibt einen einfachen Ausweg. Brown und Levinson beschrieben das als universelle Höflichkeitsstrategie. Japanisch hat sie stärker grammatisch verankert als fast jede andere Sprache.

🌍 Das Höflichkeitsparadox: Indirekter = höflicher

Im Japanischen stehen Direktheit und Höflichkeit oft im Gegenspiel. Das Spektrum geht von am direktesten (am wenigsten höflich) zu am indirektesten (am höflichsten): ください → いただけますか → いただけませんか → いただければ幸いです. Jeder Schritt fügt mehr Vorsicht hinzu. Im Geschäftsjapanisch gilt indirektes Bitten als Kernkompetenz.


Lockere Bitten

Unter engen Freunden und in der Familie klingen formelle Bitten steif und distanziert. Diese lockeren Ausdrücke hörst du im Alltag unter Menschen, die sich gut kennen. Mehr zum Wechsel zwischen locker und formell findest du auf unserer Japanisch-Lernseite.

お願い

Locker

/oh-neh-gah-ee/

Wörtliche Bedeutung: Eine Bitte / Bitte

ねえ、それ取ってくれる?お願い!

Hey, kannst du mir das geben? Bitte!

🌍

Die lockere Kurzform von „Onegaishimasu“. Das Weglassen von „shimasu“ signalisiert Nähe. Unter Freunden, Familie und Partnern üblich. Oft mit leicht flehendem Ton.

Onegai ist einfach onegaishimasu ohne die höfliche Verbendung. Es wirkt warm und vertraut. So bittest du einen Freund um die Fernbedienung oder ein Geschwisterkind um Hilfe. Du hörst es ständig in japanischen Filmen und Anime.

ちょうだい

Locker

/choh-dah-ee/

Wörtliche Bedeutung: Gib mir bitte (ursprünglich bescheiden)

ママ、お水ちょうだい。

Mama, Wasser bitte.

🌍

Ursprünglich vom bescheidenen Verb „choudai suru“ (demütig erhalten), heute aber locker. Oft mit Frauen, Kindern und „niedlichen“ Bitten verbunden. Häufig in der Familie.

Choudai hat eine interessante Geschichte. Es stammt von choudai suru (頂戴する, demütig erhalten). Über die Zeit wurde es locker. Heute klingt es weich und ein wenig liebenswert. Kinder nutzen es bei Eltern, und es kommt oft in lockerer Sprache unter Frauen vor. Männer nutzen es auch, aber seltener. Wenn ein Mann zu einem engen Freund choudai sagt, ist das völlig normal.

頼む

Locker

/tah-noh-moo/

Wörtliche Bedeutung: Ich bitte / Ich zähle auf dich

悪い、ちょっと手伝ってくれ。頼む。

Sorry, hilf mir kurz. Ich zähle auf dich.

🌍

Direkt, eher männlich gefärbt. Wörtlich „bitten/sich verlassen“. Häufig unter männlichen Freunden und bei harten Charakteren in Film und Manga. Auch ernsthaft bei großen Gefallen.

Tanomu ist direkt und hat Gewicht. Es zeigt, dass du um etwas Bedeutendes bittest: „Ich verlasse mich auf dich.“ Du hörst es oft in japanischen Filmen, besonders von männlichen Figuren. Die höfliche Form tanomimasu (頼みます) gibt es, aber sie ist seltener als onegaishimasu.

〜てもらえる?

Locker

/teh moh-rah-eh-roo/

Wörtliche Bedeutung: Kann ich den Gefallen bekommen, dass du...?

ちょっとこれ見てもらえる?

Kannst du dir das kurz für mich ansehen?

🌍

Das lockere Gegenstück zu „〜ていただけますか“. Nutzt „morau“ (bekommen) statt des bescheidenen „itadaku“. Natürlich unter Freunden und Gleichgestellten. Das „?“ macht es zu einer sanften Frage statt einer Forderung.

Das ist die lockere Version des formellen Musters 〜ていただけますか. Es ersetzt das bescheidene itadaku durch morau (einen Gefallen erhalten). Außerdem fällt die höfliche -masu-Endung weg. Es ist locker und trotzdem rücksichtsvoll.


Keigo-Stufen bei Bitten: Die komplette Übersicht

Du solltest wissen, wo jede „bitte“-Form auf der Höflichkeitsskala liegt. Hier ist das ganze Spektrum von am lockersten bis am formellsten:

StufeAusdruckWann verwenden
Sehr locker頼む (Tanomu)Enge männliche Freunde, dringende Situationen
Lockerお願い (Onegai) / ちょうだい (Choudai)Freunde, Familie, Kinder
Locker-höflich〜てもらえる? (Te moraeru?)Freunde, lockere Kollegen
Standardhöflichください (Kudasai)Fremde, Läden, Alltag
Standardhöflichお願いします (Onegaishimasu)Universell höflich, Restaurants, Büros
Formell-höflich〜ていただけますか (Te itadakemasu ka)Meetings, Vorgesetzte
Formellお願いいたします (Onegai itashimasu)Geschäfts-E-Mails, Kundenservice
Sehr formell〜ていただけませんか (Te itadakemasen ka)Wichtige Bitten an Vorgesetzte
Ultra-formellお願い申し上げます (Onegai moushiagemasu)Offizielle Mitteilungen, Zeremonien
Schriftlich-formell〜ていただければ幸いです (Te itadakereba saiwai desu)Formelle E-Mails, schriftliche Bitten

⚠️ Häufiger Fehler: Höflichkeitsstufen mischen

Ultra-formelle Sprache unter Freunden klingt sarkastisch oder kalt. Lockere Formen beim Chef wirken respektlos. Die wichtigste Fähigkeit ist, die Stufe an die Beziehung anzupassen. Wenn du unsicher bist, wähle eine Stufe höflicher als nötig. Zu höflich ist in Japan viel weniger problematisch als zu locker.


So reagierst du, wenn dich jemand um etwas bittet

Zu wissen, wie du auf Bitten reagierst, ist genauso wichtig wie Bitten zu formulieren. Hier sind die häufigsten Antworten:

Die Person sagtDu antwortestBedeutung
お願いしますはい、かしこまりましたJa, selbstverständlich (formell)
お願いしますはい、わかりましたJa, verstanden (höflich)
くださいはい、どうぞJa, bitte sehr / nur zu
〜ていただけますかはい、もちろんですJa, natürlich
お願いいいよ / うんKlar / Ja (locker)
頼む任せろ / 任せてÜberlass es mir (locker)

Die Antwort Kashikomarimashita (かしこまりました) verdient besondere Aufmerksamkeit. Du hörst sie ständig im japanischen Service: Hotels, Restaurants und Läden. Sie bedeutet sinngemäß: „Selbstverständlich, verstanden, ich kümmere mich darum.“ Sie ist ein typisches Merkmal japanischer Gastfreundschaft.


Spezialausdruck: よろしくお願いします

Kein Guide zu „bitte“ auf Japanisch ist vollständig ohne Yoroshiku onegaishimasu (よろしくお願いします). Dieser Ausdruck hat kein direktes deutsches Äquivalent. Er bedeutet ungefähr: „Bitte seien Sie mir wohlgesonnen“ oder „Ich zähle auf Ihre Unterstützung“. Er erscheint in erstaunlich vielen Situationen:

  • Vorstellungen: „Ich bin Tanaka. Yoroshiku onegaishimasu.“ (Bitte seien Sie gut zu mir)
  • Projektstart: „Lass uns gut zusammenarbeiten. Yoroshiku onegaishimasu.“ (Ich zähle auf dich)
  • E-Mail-Abschluss: Ähnlich wie „Mit freundlichen Grüßen“, aber mit der Nuance einer Bitte um weiteres Wohlwollen
  • Nach einem Gefallen: Verstärkt Dank und Abhängigkeit vom Gegenüber

Die Lehrmaterialien der Japan Foundation führen Yoroshiku onegaishimasu als eine der fünf wichtigsten japanischen Phrasen für Lernende. Dazu gehören auch Arigatou gozaimasu und Sumimasen.


Üben mit echten japanischen Inhalten

Über Bitteformen zu lesen ist eine gute Basis. Der Unterschied entsteht, wenn du sie natürlich von Muttersprachlern hörst. Japanische Dramen und Filme sind voll von Bitte-Sprache. Ein Business-Drama wie Hanzawa Naoki zeigt ultra-formelles Keigo. Slice-of-Life-Anime zeigen lockere Formen wie onegai und choudai im Familienalltag.

Wordy lässt dich japanische Filme und Serien mit interaktiven Untertiteln schauen. Du kannst auf jede Bitteform tippen und siehst Höflichkeitsstufe, wörtliche Bedeutung und kulturellen Kontext in Echtzeit. Statt eine Höflichkeitstabelle auswendig zu lernen, nimmst du die Nuancen aus echten Gesprächen auf. Du hörst dabei echte Intonation und siehst den sozialen Kontext.

Für mehr Japanisch-Inhalte schau in unseren Blog. Dort findest du Guides wie die besten Filme, um Japanisch zu lernen. Du kannst auch unsere Japanisch-Lernseite besuchen und heute mit dem Üben starten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die häufigste Art, „bitte“ auf Japanisch zu sagen?
„Onegaishimasu“ (お願いします, oh-neh-gah-ee shee-mahs) ist die häufigste und vielseitigste Art, „bitte“ auf Japanisch zu sagen. Wörtlich heißt es etwa „Ich bitte demütig“ und passt in fast jeder höflichen Situation, vom Bestellen im Restaurant bis zur Bitte an Kollegen. Im Zweifel: „Onegaishimasu“.
Was ist der Unterschied zwischen „Onegaishimasu“ und „Kudasai“?
„Onegaishimasu“ (お願いします) nutzt man für abstrakte Bitten, Gefallen oder wenn die konkrete Handlung offen bleibt. „Kudasai“ (ください) hängt man an konkrete Verben oder Nomen: „Matte kudasai“ (Bitte warten) oder „Mizu o kudasai“ (Wasser, bitte). „Onegaishimasu“ wirkt allgemeiner, „Kudasai“ konkreter.
Wie sagt man „bitte“ auf Japanisch im Alltag, also ganz locker?
Unter engen Freunden und in der Familie kann man „Onegaishimasu“ zu „Onegai“ (お願い, oh-neh-gah-ee) verkürzen. Frauen und Kinder sagen oft „Choudai“ (ちょうだい, choh-dah-ee) im Sinn von „gib mir bitte“. Männer nutzen manchmal „Tanomu“ (頼む, tah-noh-moo). Nicht bei Fremden oder Vorgesetzten verwenden.
Wie formuliert man eine Bitte auf Japanisch besonders höflich?
Sehr höflich sind indirekte Fragen wie „〜ていただけませんか“ (te itadakemasen ka, „Könnten Sie nicht …?“). Das ist höflicher als „Kudasai“, weil es dem Gegenüber leichter macht, abzulehnen. Im Japanischen gilt oft: Je indirekter und vorsichtiger die Bitte, desto höflicher wirkt sie.
Ist „Kudasai“ auf Japanisch unhöflich?
„Kudasai“ ist nicht unhöflich, sondern normales höfliches Japanisch. Im Business oder gegenüber Vorgesetzten kann es aber zu direkt klingen. Dann sind weichere, indirektere Formen wie „〜ていただけますか“ oder „〜ていただけませんか“ üblich. Unter Freunden oder in einfachen Restaurants ist „Kudasai“ völlig passend.

Quellen und Referenzen

  1. Agency for Cultural Affairs (文化庁), Nationale Sprachumfrage zur Verwendung von Keigo (2023)
  2. NHK Broadcasting Culture Research Institute, Standards zu Aussprache und Höflichkeitssprache
  3. Brown, P. & Levinson, S. (1987). „Politeness: Some Universals in Language Usage.“ Cambridge University Press.
  4. Ethnologue: Languages of the World, Eintrag zur japanischen Sprache (2024)
  5. Makino, S. & Tsutsui, M. (1986). „A Dictionary of Basic Japanese Grammar.“ The Japan Times.

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