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🇯🇵Japanisch

Wie sagt man „Schön, dich kennenzulernen“ auf Japanisch: 15+ wichtige Sätze

Von Sandor20. Februar 20269 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

Die häufigste Art, auf Japanisch „schön, dich kennenzulernen“ zu sagen, ist „Hajimemashite“ (はじめまして, hah-jee-meh-mah-shteh), wörtlich „zum ersten Mal“. Darauf folgen immer eine Selbstvorstellung und „Yoroshiku onegaishimasu“ (よろしくお願いします), eine schwer übersetzbare Wendung im Sinne von „bitte sei mir wohlgesonnen“.

Die kurze Antwort

Die häufigste Art, „schön, dich kennenzulernen“ auf Japanisch zu sagen, ist Hajimemashite (はじめまして, hah-jee-meh-mah-shteh). Aber anders als im Deutschen, wo „schön, dich kennenzulernen“ als eigenständige Wendung steht, verpackt Japanisch das erste Treffen in eine ritualisierte Selbstvorstellungssequenz. Sie vermittelt Bescheidenheit, Respekt und soziales Feingefühl.

Japanisch wird von ungefähr 125 Millionen Menschen gesprochen, und laut der Umfrage der Japan Foundation von 2021 lernen weltweit über 3,8 Millionen Menschen aktiv die Sprache. Unter allen Wendungen, die Lernende begegnen, ist die Begrüßung beim ersten Treffen vielleicht die kulturell am stärksten aufgeladene. Wenn du sie richtig machst, zeigst du, dass du japanische soziale Normen verstehst. Wenn du sie falsch machst oder Teile auslässt, kann ein unangenehmer Eindruck bleiben. Egal, ob du „schön, dich kennenzulernen auf Japanisch“ für Reisen, Studium oder Gespräche suchst, dieser Guide deckt alles ab.

„Im Japanischen ist die Begrüßung beim ersten Kennenlernen nicht einfach nur eine Höflichkeit. Sie ist ein performativer Akt, der den sozialen Rahmen für die gesamte zukünftige Beziehung zwischen den Sprechern festlegt.“

(Anna Wierzbicka, Cross-Cultural Pragmatics, Mouton de Gruyter, 2003)

Dieser Guide enthält 15+ wichtige Wendungen, um auf Japanisch jemanden neu kennenzulernen, geordnet nach Höflichkeitsstufe: das Standardritual, lockere Alternativen, sehr formelle Keigo-Varianten, geschäftliche Ausdrücke sowie korrektes Verbeugen und Visitenkarten-Etikette.


Schnellübersicht: Japanische Wendungen fürs erste Kennenlernen auf einen Blick


Das vollständige Vorstellungsritual

Japanische Vorstellungen beim ersten Treffen folgen einer festen Formel. Wenn du einen Schritt auslässt, wirkt es für japanische Zuhörer unvollständig, ähnlich wie ein Händedruck, den man zu früh zurückzieht. Die Umfrage der Agency for Cultural Affairs von 2023 ergab, dass 91% der japanischen Erwachsenen korrekte Vorstellungs-Etikette in Beruf und Alltag wichtig finden.

はじめまして

Höflich

/hah-jee-meh-mah-shteh/

Wörtliche Bedeutung: Zum ersten Mal / Es ist der Anfang

はじめまして。田中花子と申します。

Guten Tag. Mein Name ist Hanako Tanaka.

🌍

Immer der erste Satz, wenn man jemanden neu trifft. Abgeleitet von 'hajimeru' (anfangen), es betont die Neuheit und Bedeutung des Treffens.

Hajimemashite setzt den Ton für alles. Es kommt vom Verb hajimeru (始める, anfangen) und erkennt wörtlich an, dass dieses Treffen „zum ersten Mal“ stattfindet. Das ist mehr als eine Höflichkeitsfloskel, es ist eine formelle Aussage, dass du die Bedeutung dieses Kennenlernens erkennst.

Eine wichtige Regel: Verwende hajimemashite nie bei jemandem, den du schon getroffen hast. Selbst wenn du dich kaum erinnerst, impliziert es, dass du die frühere Begegnung komplett vergessen hast. Das gilt als ziemlich unhöflich.

[名前]です

Höflich

/[name] dehs/

Wörtliche Bedeutung: Ich bin [Name]

山田太郎です。東京から来ました。

Ich bin Taro Yamada. Ich komme aus Tokio.

🌍

Die Standardart, den eigenen Namen zu sagen. Im Japanischen steht der Familienname zuerst: 'Yamada Taro', nicht 'Taro Yamada'. In internationalen Situationen drehen manche Japaner die Reihenfolge für Ausländer um.

Nach hajimemashite sagst du deinen Namen. Im Japanischen steht der Familienname zuerst: Yamada Taro, nicht Taro Yamada. Das desu funktioniert als höfliche Kopula („sein“). Für mehr Formalität ersetzt du desu durch to moushimasu (と申します), die bescheidene Form von „heißen“.

💡 Kultur der Selbstvorstellung (自己紹介)

Japanische Selbstvorstellungen (自己紹介, jikoshoukai) folgen einem kulturellen Muster: Name, dann Zugehörigkeit (Firma, Schule, Heimatort), dann ein persönliches Detail (Hobby, Fähigkeit oder Interesse). Diese Struktur gilt überall, von Geschäftsterminen bis zu Einführungen in Uni-Clubs. Ein gut vorbereitetes jikoshoukai gilt in Japan als grundlegende soziale Kompetenz.

よろしくお願いします

Formell

/yoh-roh-shee-koo oh-neh-gah-ee-shee-mahs/

Wörtliche Bedeutung: Ich bitte demütig um Ihr Wohlwollen

はじめまして、佐藤です。よろしくお願いします。

Schön, Sie kennenzulernen, ich bin Sato. Bitte seien Sie mir wohlgesonnen.

🌍

Der wichtigste Abschlusssatz jeder japanischen Vorstellung. Er drückt Bescheidenheit und die Bitte um Wohlwollen aus. Es gibt kein direktes deutsches Äquivalent, Übersetzungen wie 'schön, Sie kennenzulernen' oder 'bitte kümmern Sie sich um mich' treffen nur einen Teil der Bedeutung.

Das ist die Wendung ohne direktes deutsches Äquivalent. Die Linguistin Anna Wierzbicka beschreibt sie als einen der kulturell spezifischsten Ausdrücke überhaupt. Yoroshiku kommt von yoroshii (gut, günstig), und onegaishimasu bedeutet „ich bitte demütig“. Zusammen heißt es sinngemäß: „Ich vertraue mich Ihnen an, und ich vertraue darauf, dass Sie mich gut behandeln.“

Das komplette Ritual, als eine Sequenz gesprochen, klingt so: Hajimemashite. [Name] desu. Yoroshiku onegaishimasu. (Guten Tag. Ich bin [Name]. Bitte seien Sie mir wohlgesonnen.) Mit einer Verbeugung ist das die wichtigste soziale Formel im Japanischen.


Keigo-Varianten: Formalität anpassen

Japanische Höflichkeit funktioniert auf einem Spektrum. Die Agency for Cultural Affairs teilt Keigo (敬語, Höflichkeitssprache) in drei Stufen ein: sonkeigo (respektvoll), kenjougo (bescheiden) und teineigo (höflich). Wendungen fürs erste Treffen ändern sich entsprechend.

よろしくお願いいたします

Sehr formell

/yoh-roh-shee-koo oh-neh-gah-ee ee-tah-shee-mahs/

Wörtliche Bedeutung: Ich bitte äußerst demütig um Ihr Wohlwollen

はじめまして。山田と申します。どうぞよろしくお願いいたします。

Guten Tag. Mein Name ist Yamada. Ich bitte äußerst demütig um Ihr Wohlwollen.

🌍

Die formellste Version, mit 'itashimasu' (bescheidene Form von 'shimasu'). Für Treffen mit Führungskräften, wichtigen Kunden oder in zeremoniellen Situationen. Häufig im Geschäftsjapanisch.

Wenn du shimasu durch die bescheidene Form itashimasu ersetzt, hebst du die Formalität um eine Stufe an. Diese Version nutzt du bei einem Firmenpräsidenten, einem wichtigen Kunden oder überall dort, wo maximale Ehrfurcht passt. Laut Sachiko Ides Forschung zur japanischen Höflichkeit ist die richtige Stufe nicht optional, sondern „eine Frage des Urteilsvermögens“. Sprecher sollen automatisch das passende Register wählen.

[名前]と申します

Sehr formell

/[name] toh moh-shee-mahs/

Wörtliche Bedeutung: Ich heiße [Name] (bescheiden)

はじめまして。株式会社ソニーの田中と申します。

Guten Tag. Ich bin Tanaka von der Sony Corporation.

🌍

Die bescheidene Form, den eigenen Namen zu nennen. 'Moushimasu' ist das bescheidene Gegenstück zu 'iimasu' (sagen). Nutze das in geschäftlichen Vorstellungen oder bei jedem formellen ersten Treffen.

Moushimasu ist die bescheidene Form von iimasu (sagen, heißen). Damit stellst du dich im Verhältnis zum Gegenüber niedriger, das ist der Kern von kenjougo (bescheidene Sprache). Im Business ist das die erwartete Form. Wenn du bei einem Kunden nur die einfache desu-Form nutzt, kann das nach Nachlässigkeit wirken.


Lockere Alternativen

Unter Freunden, Kommilitonen und Gleichaltrigen wird das volle Ritual oft stark verkürzt.

よろしく

Locker

/yoh-roh-shee-koo/

Wörtliche Bedeutung: Günstig / Gut

おれ、健太。よろしく!

Ich bin Kenta. Schön, dich kennenzulernen!

🌍

Die stark verkürzte lockere Version. Lässt 'onegaishimasu' komplett weg. Unter jungen Leuten, auf Partys, in entspannten Situationen. In formellen Kontexten wirkt es unhöflich.

Lässt du onegaishimasu weg, bekommst du die lockere Version, die junge Japaner bei Gleichaltrigen nutzen. Du hörst das auf Uni-Willkommenspartys, bei lockeren Treffen oder wenn gemeinsame Freunde euch vorstellen. Die Bedeutung bleibt, die Formalität fällt weg.

よろしくね

Locker

/yoh-roh-shee-koo neh/

Wörtliche Bedeutung: Günstig, okay?

私、美咲。よろしくね!

Ich bin Misaki. Schön, dich kennenzulernen!

🌍

Mit 'ne' (abschächendes Partikel) klingt es wärmer und etwas femininer. Häufig bei Frauen und jüngeren Sprechern. 'Ne' lädt zur Zustimmung ein und macht daraus einen gemeinsamen Moment.

Das Partikel ne macht es wärmer und erzeugt ein Gefühl von Gemeinsamkeit. Es macht aus yoroshiku eher etwas wie „lass uns gut auskommen, okay?“. Diese Form ist häufig bei Sprecherinnen und in gemischten lockeren Gruppen.

どうぞよろしく

Höflich

/doh-zoh yoh-roh-shee-koo/

Wörtliche Bedeutung: Bitte, seien Sie mir wohlgesonnen

はじめまして、鈴木です。どうぞよろしく。

Schön, Sie kennenzulernen, ich bin Suzuki. Freut mich.

🌍

Ein Mittelweg zwischen lockerem 'yoroshiku' und formellem 'yoroshiku onegaishimasu'. 'Douzo' (bitte, nur zu) macht es höflicher, ohne die volle formelle Schwere. Passt gut in halbformellen Situationen.

Douzo bedeutet „bitte“ oder „nur zu“. Damit entsteht ein höflicher, aber nicht steifer Mittelweg. Das passt zu Abendessen, Nachbarschaftsevents oder wenn du die Eltern eines Freundes triffst. Dort braucht man gute Manieren, aber kein volles Business-Keigo.


Geschäftliche und berufliche Wendungen

Japanische Business-Vorstellungen ergänzen die Standardformel um weitere Sätze. Die Japan Foundation nennt korrekte geschäftliche Vorstellungen als eine der fünf wichtigsten Fähigkeiten für Arbeit in Japan.

お噂はかねがね

Formell

/oh-oo-wah-sah wah kah-neh-gah-neh/

Wörtliche Bedeutung: Ihr Ruf, schon seit einiger Zeit

お噂はかねがね伺っております。お会いできて光栄です。

Ich habe schon viel von Ihnen gehört. Es ist mir eine Ehre, Sie kennenzulernen.

🌍

Eine schmeichelnde Wendung, wenn man jemanden trifft, dessen Ruf ihm vorausgeht. Häufig im Business und in formellen sozialen Situationen. Immer ein Kompliment, es impliziert, dass die Person angesehen ist.

Diese Wendung zeigt, dass du die Person bereits dem Ruf nach kennst. Im Business ist das ein starkes Kompliment, es impliziert Bekanntheit und Respekt. Kombiniere es mit oai dekite kouei desu (お会いできて光栄です, „Es ist mir eine Ehre, Sie kennenzulernen“) für maximale Wirkung.

名刺をどうぞ

Formell

/meh-shee woh doh-zoh/

Wörtliche Bedeutung: Bitte nehmen Sie meine Visitenkarte

はじめまして。名刺をどうぞ。株式会社トヨタの山本です。

Guten Tag. Hier ist meine Karte. Ich bin Yamamoto von der Toyota Corporation.

🌍

Der Austausch von Visitenkarten (名刺/meishi) ist ein wichtiges Ritual in der japanischen Geschäftskultur. Mit beiden Händen überreichen, Text zum Empfänger. Mit beiden Händen annehmen, sorgfältig lesen, nie darauf schreiben oder in die Gesäßtasche stecken.

Der Visitenkartentausch (meishi koukan, 名刺交換) ist einer der ritualisiertesten Teile des japanischen Berufslebens. Die Karte gilt als Erweiterung der Person selbst.

🌍 Protokoll beim Visitenkartentausch

  1. Überreiche deine Karte mit beiden Händen, Text zum Empfänger, damit er sie sofort lesen kann.
  2. Nimm die Karte des anderen mit beiden Händen an und halte sie an den Rändern.
  3. Lies die Karte sorgfältig. Kurz draufschauen und wegstecken ist beleidigend.
  4. Während des Meetings lege erhaltene Karten vor dir auf den Tisch, geordnet nach Sitzposition.
  5. Niemals auf eine Karte schreiben, sie falten oder in die Gesäßtasche stecken (sich auf die Karte zu setzen gilt als stark respektlos).
  6. Nach dem Meeting bewahre die Karte sorgfältig in einem Etui auf, nicht lose in der Tasche.

Antworten, wenn sich jemand vorstellt

Zu wissen, wie du antwortest, ist genauso wichtig. Japanische Antworten auf Vorstellungen folgen klaren Mustern.

こちらこそ

Höflich

/koh-chee-rah koh-soh/

Wörtliche Bedeutung: Eher ich / Diese Seite vielmehr

こちらこそ、よろしくお願いします。

Ganz meinerseits, bitte seien Sie mir wohlgesonnen.

🌍

Die Standardantwort auf 'Yoroshiku onegaishimasu'. Sie gibt das Gefühl zurück: 'Nein, ich sollte das sagen.' Fast immer gefolgt von einem wiederholten 'Yoroshiku onegaishimasu'.

Kochira koso ist ein reflexives „ganz meinerseits“ oder „nein, eher ich“. Wenn jemand seine Vorstellung mit yoroshiku onegaishimasu beendet, ist die natürliche Antwort kochira koso, yoroshiku onegaishimasu. Das bedeutet: „Ganz meinerseits, bitte seien Sie mir wohlgesonnen.“

Antwortmuster

Die andere Person sagtDu sagstHinweise
はじめまして (Hajimemashite)はじめまして (Hajimemashite) + deine VorstellungWiederholen, dann dich vorstellen
よろしくお願いしますこちらこそ、よろしくお願いします„Ganz meinerseits“ + wiederholen
よろしく (casual)こちらこそ / よろしく!Locker wiederholen
お噂はかねがねありがとうございます。恐縮です。„Danke. Ich fühle mich geehrt.“
名刺をどうぞちょうだいいたします (Choudai itashimasu)„Ich nehme sie demütig entgegen“

Verbeugungs-Etikette beim ersten Treffen

Verbeugen (ojigi, お辞儀) gehört untrennbar zu japanischen Vorstellungen. Tiefe und Dauer deiner Verbeugung zeigen Respekt, Bescheidenheit und soziales Feingefühl genauso klar wie deine Worte.

VerbeugungsartWinkelWann verwenden
会釈 (Eshaku)~15°Lockere Treffen, flüchtige Bekannte
敬礼 (Keirei)~30°Standard im Business
最敬礼 (Saikeirei)~45°Treffen mit Führungskräften, sehr formelle Anlässe

⚠️ Häufige Fehler beim Verbeugen

Vermeide die „Wipp-Verbeugung“, also schnelles Nicken mehrmals hintereinander. Eine korrekte Verbeugung ist eine einzelne, fließende Bewegung: nach vorn beugen, kurz halten (1-2 Sekunden im Business, länger bei sehr formell), dann ruhig wieder aufrichten. Halte den Rücken gerade und beuge aus der Hüfte. Die Hände liegen seitlich (Männer) oder sind vorn gefaltet (Frauen).

Laut Ethnologue-Daten von 2024 bleibt Japanisch eine der kontextabhängigsten Sprachen der Welt, und körperliche Gesten wie Verbeugen tragen sprachliches Gewicht. Beim ersten Treffen sollten Verbeugung und Worte in der Formalität zusammenpassen. Eine tiefe Verbeugung mit lockerem yoroshiku oder nur ein Kopfnicken mit yoroshiku onegai itashimasu wirkt beides unstimmig.


Regionale und situative Varianten

Das Vorstellungsritual ist in ganz Japan erstaunlich einheitlich, aber es gibt regionale und situative Unterschiede.

おおきに、よろしゅう

Locker

/oh-kee-nee, yoh-roh-shoo/

Wörtliche Bedeutung: Danke, bitte behandel mich gut (Kansai-Dialekt)

おおきに、よろしゅうたのんます。

Danke, freut mich. (Kansai)

🌍

Die Kansai-Region (Osaka, Kyoto, Kobe) hat einen eigenen Dialekt. 'Ookini' ersetzt 'arigatou' und 'yoroshuu' ist die Kansai-Form von 'yoroshiku'. Das zeigt, dass der Sprecher aus Westjapan kommt.

Der Kansai-Dialekt (関西弁, Kansai-ben) aus Osaka, Kyoto und Umgebung verändert Standardvorstellungen. Ookini ersetzt das Standard-arigatou, und yoroshuu ist die dialektale Form von yoroshiku. In Kansai versteht jeder Standardjapanisch, aber Einheimische nutzen Dialekt oft für Wärme und regionale Identität.

お見知りおきください

Sehr formell

/oh-mee-shee-ree oh-kee koo-dah-sah-ee/

Wörtliche Bedeutung: Bitte merken Sie sich mich / Bitte nehmen Sie von mir Kenntnis

はじめまして。今後ともお見知りおきくださいますよう、お願い申し上げます。

Guten Tag. Ich bitte demütig darum, dass Sie sich mich künftig merken.

🌍

Eine extrem formelle Wendung für zeremonielle Vorstellungen, formelle Reden oder Treffen mit sehr hochgestellten Personen. Im Alltag selten, aber wichtig zu erkennen.

Diese Wendung gehört zur höchsten Keigo-Stufe und wird in zeremoniellen Kontexten genutzt: formelle Reden, Vorstellungen bei Preisverleihungen oder Treffen mit deutlich höherem Status. Du wirst sie im Alltag kaum verwenden. Wenn du sie erkennst, zeigt das viel Wissen über japanische Formalität.


Üben mit echten japanischen Inhalten

Über Vorstellungsfloskeln zu lesen gibt dir Wissen. Natürlich werden sie erst, wenn du sie im Kontext hörst, mit richtiger Intonation, Timing und passender Körpersprache. Japanische Dramen und Filme sind voller Vorstellungs-Szenen. Sie zeigen jede Höflichkeitsstufe, von lockeren Uni-Club-Treffen bis zu angespannten Vorstandsrunden.

Wordy lässt dich japanische Filme und Serien mit interaktiven Untertiteln schauen. Tippe in einer Szene auf hajimemashite oder yoroshiku onegaishimasu. Du siehst dann Höflichkeitsstufe, wörtliche Bedeutung und kulturellen Kontext in Echtzeit. Statt Wendungen nur aus einer Liste zu lernen, nimmst du das ganze Ritual aus echten Gesprächen auf.

Für mehr Inhalte auf Japanisch, schau in unseren Blog mit Sprachguides, darunter die besten Filme, um Japanisch zu lernen. Du kannst auch unsere Japanisch-Lernseite besuchen und heute mit echten Inhalten üben.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet „Hajimemashite“ wörtlich?
„Hajimemashite“ (はじめまして) kommt vom Verb „hajimeru“ (beginnen) und bedeutet wörtlich „zum ersten Mal“ oder „es ist der Anfang“. Es zeigt, dass ihr euch wirklich zum ersten Mal begegnet. Bei jemandem, den du schon kennst, solltest du es nicht sagen, das wirkt, als hättest du die Person vergessen.
Wie lautet die typische Selbstvorstellung auf Japanisch?
Die Standardformel ist: „Hajimemashite“ + „[Name] desu“ (Ich bin [Name]) + „Yoroshiku onegaishimasu“. Im Business ergänzt du Firma und Abteilung, zum Beispiel: „Hajimemashite. [Firma] no [Name] desu. Yoroshiku onegaishimasu.“
Was heißt „Yoroshiku onegaishimasu“ eigentlich?
„Yoroshiku onegaishimasu“ (よろしくお願いします) lässt sich nicht sauber ins Deutsche übersetzen. Gemeint ist etwa „bitte sei mir wohlgesonnen“ oder „ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit“. Es drückt Bescheidenheit und den Wunsch nach gutem Willen aus und wird in vielen Situationen verwendet.
Wie tief sollte man sich in Japan beim Kennenlernen verbeugen?
Bei lockeren Treffen reicht ein Nicken mit etwa 15 Grad (eshaku). Im Business ist eine Verbeugung von ca. 30 Grad üblich (keirei). Sehr formell, etwa beim ersten Treffen mit ranghohen Personen, sind ca. 45 Grad (saikeirei). Tiefe und Dauer sollten ungefähr zur anderen Person passen.
Welche Regeln gelten in Japan beim Austausch von Visitenkarten?
Der Austausch von Visitenkarten (名刺/meishi) ist in Japan ein formelles Ritual. Übergib deine Karte mit beiden Händen, Schrift zur Empfängerin oder zum Empfänger. Nimm die Karte ebenfalls mit beiden Händen an und lies sie kurz, steck sie nicht sofort ein. Lege erhaltene Karten im Meeting vor dich auf den Tisch und schreibe nie darauf.

Quellen und Referenzen

  1. Agency for Cultural Affairs (文化庁), Nationale Sprachumfrage zur Keigo-Nutzung (2023)
  2. The Japan Foundation (国際交流基金), Umfrage zur japanischen Sprachausbildung im Ausland (2021)
  3. Ethnologue: Languages of the World, Eintrag zur japanischen Sprache (2024)
  4. Wierzbicka, A. (2003). „Cross-Cultural Pragmatics: The Semantics of Human Interaction.“ Mouton de Gruyter.
  5. Ide, S. (1989). „Formal forms and discernment: Two neglected aspects of universals of linguistic politeness.“ Multilingua 8(2-3).

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