Guten Morgen auf Deutsch sagen: 16 Morgengrüße
Kurze Antwort
Die Standardform, um auf Deutsch guten Morgen zu sagen, ist „Guten Morgen“ (GOO-ten MOR-gen). Das passt in allen deutschsprachigen Ländern und in jeder Höflichkeitsstufe. Neben „Guten Morgen“ gibt es regionale Morgengrüße wie „Moin“ im Norden, „Grüß Gott“ in Bayern und Österreich und „Grüezi“ in der Schweiz. Unter Kolleginnen und Kollegen wird oft zu „Morgen!“ verkürzt, und gegen Mittag wechselt man häufig zu „Mahlzeit!“
Die kurze Antwort
Die häufigste Art, „Guten Morgen“ auf Deutsch zu sagen, ist Guten Morgen (GOO-ten MOR-gen). Man versteht es überall in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in allen anderen deutschsprachigen Regionen. Es passt in lockeren und formellen Situationen, vom Sonnenaufgang bis ungefähr mittags.
Aber die Art, wie Menschen sich morgens auf Deutsch begrüßen, verrät viel mehr als nur die Tageszeit. Deutsch sprechen über 130 million Menschen in sechs Ländern. Laut den Ethnologue-Daten von 2024 gehört Deutsch weltweit zu den zwölf meistgesprochenen Sprachen. Diese Verbreitung in Mitteleuropa sorgt dafür, dass Morgengrüße je nach Region stark variieren. Ein Hamburger sagt Moin, ein Münchener sagt Grüß Gott und ein Zürcher sagt Grüezi, alles noch vor der ersten Tasse Kaffee.
„Regionale Grüße im Deutschen sind keine Dialekte, die man korrigieren muss, sondern voll legitime sprachliche Formen, die in ihren Regionen soziales Prestige tragen. Ein bayerisches Grüß Gott und ein nördliches Moin genießen in ihren jeweiligen Gebieten denselben Respekt.“
(Ulrich Ammon, Die Stellung der deutschen Sprache in der Welt, De Gruyter, 2015)
Dieser Guide zeigt 16 deutsche Morgengrüße und verwandte Ausdrücke, geordnet nach Kategorien: Standard, locker, regional, Arbeitsplatz und Aufweck-Sprüche. Zu jedem gibt es Aussprache, einen Beispielsatz und kulturellen Kontext. So weißt du genau, wann und wo du ihn nutzt.
Schnellübersicht: Deutsche Morgengrüße auf einen Blick
Standard-Morgengrüße
Das sind die wichtigsten Morgengrüße, die man in allen deutschsprachigen Ländern versteht. Der Duden, Deutschlands maßgebliches Wörterbuch, ordnet sie dem Standarddeutsch (Hochdeutsch) zu.
Guten Morgen
/GOO-ten MOR-gen/
Wörtliche Bedeutung: Guten Morgen
“Guten Morgen, Frau Müller! Wie geht es Ihnen heute?”
Guten Morgen, Frau Müller! Wie geht es Ihnen heute?
Der universelle deutsche Morgengruß. Man nutzt ihn vom Sonnenaufgang bis etwa mittags. Er passt überall, vom lockeren Bäckereibesuch bis zum formellen Meeting.
Guten Morgen ist der Standard-Morgengruß im Deutschen und die sicherste Wahl in jeder Situation. Die Betonung liegt gleichmäßig auf beiden Wörtern: GOO-ten MOR-gen. Er passt vom Aufwachen bis ungefähr mittags, wenn der Wechsel zu Guten Tag beginnt.
Menschen in Deutschland nehmen Morgengrüße ernst. In einen kleinen Laden, ein Wartezimmer oder einen Aufzug zu gehen, ohne zu grüßen, gilt als unhöflich. Ein klares Guten Morgen beim Reinkommen ist nicht nur höflich, es wird sozial erwartet, besonders in kleineren Orten.
Morgen!
/MOR-gen/
Wörtliche Bedeutung: Morgen!
“Morgen! Kaffee steht schon in der Küche.”
Morgen! Der Kaffee steht schon in der Küche.
Die verkürzte Alltagsform. Sehr häufig unter Kolleginnen und Kollegen, Freunden und in der Familie. Entspricht dem lockeren „Morgen!“ im Deutschen.
Lässt du das Guten weg, bekommst du die lockere Kurzform, die den Alltag prägt. Ins Büro zu kommen und Morgen! zu den Kolleginnen und Kollegen zu sagen, ist völlig normal. Das volle Guten Morgen jedes Mal kann unter Menschen, die du täglich siehst, etwas steif wirken.
Die Abkürzung folgt einem allgemeinen Muster im Deutschen. So wird aus Guten Tag oft Tag! und aus Guten Abend oft Abend!. Morgens kürzen viele deshalb ganz natürlich zu Morgen! ab. Laut Duden gehören diese Kurzformen seit Jahrhunderten zur Umgangssprache.
Schönen guten Morgen
/SHUR-nen GOO-ten MOR-gen/
Wörtliche Bedeutung: Einen schönen guten Morgen
“Schönen guten Morgen, meine Damen und Herren! Willkommen zum Frühstück.”
Einen schönen guten Morgen, meine Damen und Herren! Willkommen zum Frühstück.
Eine wärmere, freundlichere Variante von Guten Morgen. Oft bei Radiomoderation, im Hotel und überall, wo man extra Herzlichkeit zeigen will.
Das ist Guten Morgen mit einer Extraportion Wärme. Das schönen (schön, nett) macht den Gruß freundlicher und signalisiert echte Herzlichkeit. Du hörst es bei Hotelrezeptionen, im Radio und von gut gelaunten Kolleginnen und Kollegen.
Es ist nie nötig, aber fast immer willkommen. Schönen guten Morgen kann eine Begegnung positiv starten, besonders in Service und Kundenkontakt.
Guten Morgen zusammen
/GOO-ten MOR-gen tsoo-ZAH-men/
Wörtliche Bedeutung: Guten Morgen zusammen
“Guten Morgen zusammen! Fangen wir an mit dem Meeting.”
Guten Morgen zusammen! Fangen wir mit dem Meeting an.
Die Standardform, um morgens eine Gruppe zu begrüßen. Häufig im Büro, in der Schule und überall, wo du mehrere Personen ansprichst.
Wenn du in einen Raum mit mehreren Personen kommst, passt Guten Morgen zusammen am besten. Das Wort zusammen macht daraus eine Begrüßung an alle.
In der deutschen Arbeitskultur erwartet man oft, dass du den ganzen Raum grüßt. Untersuchungen des Goethe-Instituts zu Business-Etikette betonen, dass fehlendes Grüßen morgens als unfreundlich oder arrogant wirken kann, besonders in kleinen Teams.
Regionale Morgengrüße
Bei Morgengrüßen zeigt sich die regionale Vielfalt besonders deutlich. Der Linguist Werner König beschreibt im dtv-Atlas Deutsche Sprache, dass Begrüßungen zu den klarsten Markern für Dialektgrenzen im deutschsprachigen Raum gehören.
Moin
/moyn/
Wörtliche Bedeutung: Gut/Angenehm (aus dem Niederdeutschen)
“Moin! Na, auch schon wach?”
Moin! Na, auch schon wach?
Der typische Gruß in Norddeutschland. Man nutzt ihn zu ALLEN Tageszeiten, auch morgens. Er kommt vom niederdeutschen „moi“ (gut/angenehm), nicht von „Morgen“. Sehr verbreitet in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen.
Moin ist vielleicht der bekannteste regionale Gruß im Deutschen, und dazu gibt es ein hartnäckiges Missverständnis. Obwohl es wie „Morgen“ klingt, hat es nichts mit der Tageszeit zu tun. Das Wort kommt aus dem Niederdeutschen (Plattdeutsch) moi und bedeutet „gut“ oder „angenehm“. Du hörst Moin um 7 Uhr, um 15 Uhr und um 23 Uhr genauso.
In Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen ist Moin der Standardgruß, Punkt. Während man anderswo zwischen Guten Morgen, Guten Tag und Guten Abend unterscheidet, macht der Norden daraus eine effiziente Silbe.
🌍 Moin vs. Moin Moin
Die doppelte Form Moin Moin ist ebenfalls weit verbreitet, aber die Meinungen gehen auseinander. Manche Puristen, besonders in Hamburg, finden ein einzelnes Moin reicht. Sie sagen scherzhaft, doppelt sei „schon zu viel Gerede“. Dieser Witz passt gut zum trockenen, zurückhaltenden Humor Norddeutschlands. In der Praxis sind beide Formen völlig okay.
Moin Moin
/moyn moyn/
Wörtliche Bedeutung: Gut gut / Angenehm angenehm
“Moin Moin! Schönes Wetter heute, oder?”
Moin Moin! Schönes Wetter heute, oder?
Die doppelte Variante von Moin. Etwas wärmer und gesprächiger als ein einzelnes Moin. Weit verbreitet in Norddeutschland, auch wenn Hamburger Puristen es manchmal für überflüssig halten.
Moin Moin wirkt etwas wärmer. Ein einzelnes Moin ist knapp und effizient. Moin Moin signalisiert mehr Offenheit und Lust auf ein kurzes Gespräch. Es ist wie der Unterschied zwischen einem Nicken und einem Lächeln mit Blickkontakt.
Der Gruß hat sich weit über seine niederdeutsche Herkunft hinaus verbreitet. Laut Ammons Forschung werden Moin und Moin Moin in ganz Deutschland immer bekannter. Medien und das Image Hamburgs als trendige Großstadt spielen dabei eine Rolle.
Grüß Gott
/GREWS GOT/
Wörtliche Bedeutung: Gott grüßen
“Grüß Gott! Zwei Semmeln und ein Croissant, bitte.”
Grüß Gott! Zwei Semmeln und ein Croissant, bitte.
Der Standardgruß in Bayern und Österreich, zu allen Tageszeiten, auch morgens. Keine religiöse Aussage, sondern das regionale Gegenstück zu Guten Tag oder Guten Morgen.
In Bayern und Österreich ersetzt Grüß Gott sowohl Guten Morgen als auch Guten Tag. Es passt vom frühen Morgen bis in den Abend. Die wörtliche Bedeutung („Gott grüßen“, verkürzt aus Gott grüße dich) hat im Alltag kaum religiöses Gewicht. Es ist einfach der übliche Gruß.
Wenn du morgens in München, Salzburg oder Wien unterwegs bist, hörst du Grüß Gott in der Bäckerei, im Aufzug und beim Busfahrer. Wenn du es nutzt, zeigst du Respekt für lokale Gewohnheiten. Das kommt fast immer gut an. Schau dir auch unseren Guide zu den besten Filmen zum Deutschlernen an, dort findest du österreichische und bayerische Filme mit natürlichem Grüß Gott.
Grüezi
/GREW-eh-tsee/
Wörtliche Bedeutung: Grüße dich (Schweizerdeutsch)
“Grüezi! Händ Sie scho zmorge gha?”
Grüezi! Händ Sie scho zmorge gha?
Der Standardgruß in der deutschsprachigen Schweiz. Funktioniert zu jeder Tageszeit, auch morgens. „Grüezi mitenand“ richtet sich an eine Gruppe. Man erkennt daran sofort Schweizer Herkunft.
Grüezi ist der typische Gruß im Schweizerdeutschen, vom Morgen bis in die Nacht. Er hat denselben Ursprung wie Grüß Gott (Gott grüeze dich), aber mit klar schweizerischer Form und Aussprache. In der Schweiz ist Grüezi morgens in der Bäckerei ganz normal. Guten Morgen kann dagegen leicht fremd wirken.
Schweizerdeutsch (Schweizerdeutsch) unterscheidet sich deutlich vom Standarddeutsch. Bei Grüßen merkst du das oft zuerst. Das Goethe-Institut weist darauf hin, dass viele Schweizerinnen und Schweizer fürs Schreiben Standarddeutsch nutzen. Im Gespräch bleiben aber Grüezi und andere Schweizer Formen üblich.
Servus
/ZEHR-voos/
Wörtliche Bedeutung: Zu Diensten (aus dem Lateinischen)
“Servus, Markus! Magst an Kaffee?”
Servus, Markus! Magst du einen Kaffee?
In Bayern, Österreich und Teilen der Schweiz. Gilt als Begrüßung und Verabschiedung, zu jeder Tageszeit. Locker und freundlich, aus dem Lateinischen „servus“ (Diener).
Servus ist die warme, lockere Alternative zu Grüß Gott im Süden. Der Ursprung ist bemerkenswert: Es geht auf das lateinische servus humillimus („dein sehr demütiger Diener“) zurück. Heute klingt daran nichts Unterwürfiges. Es ist einfach ein freundliches „Hallo“ und auch „Tschüss“.
Morgens passt Servus gut unter Freunden und Bekannten. Du hörst es am bayerischen Frühstückstisch oder zwischen Kolleginnen und Kollegen, wenn sie in Wien zur Arbeit kommen.
🌍 Deutschlands Morgengruß-Karte
Die Geografie der Morgengrüße in Deutschland ist erstaunlich klar. Im Norden (Hamburg, Bremen, Kiel) heißt es Moin. In der Mitte (Berlin, Hannover, Köln) sagt man Guten Morgen oder Morgen!. Im Süden (München, Stuttgart, Freiburg) dominiert Grüß Gott. In Österreich hörst du Grüß Gott und Servus. In der Schweiz wird daraus Grüezi. Werner Königs dtv-Atlas Deutsche Sprache zeigt diese Grenzen sehr genau.
Grüße im Büro und Übergangsgrüße
Deutsche Arbeitsplätze haben eigene Gruß-Rhythmen, besonders beim Übergang vom Morgen zum Mittag. Diese Ausdrücke helfen dir im deutschen Büroalltag.
Guten Tag
/GOO-ten TAHK/
Wörtliche Bedeutung: Guten Tag
“Guten Tag, Herr Schneider. Wir haben um elf einen Termin.”
Guten Tag, Herr Schneider. Wir haben um elf einen Termin.
Löst „Guten Morgen“ etwa ab mittags ab. Der Standardgruß für den Rest des Tages. In Norddeutschland ist die Kurzform „Tag!“ häufig.
Mit Guten Tag endet der Morgen und der restliche Tag beginnt. Der Wechsel von Guten Morgen zu Guten Tag passiert ungefähr zwischen 11 Uhr und 12 Uhr. Es gibt aber keine feste Regel. Meist spürt man intuitiv, wann es passt.
Im Beruf ist Guten Tag die sichere Standardwahl, wenn es nicht mehr eindeutig Morgen ist. Der Ton ist höflich und neutral. Er passt zu Kundschaft, Fremden und zu allen, die du mit Sie ansprichst.
Mahlzeit
/MAHL-tsayt/
Wörtliche Bedeutung: Mahlzeit
“Mahlzeit! Gehst du auch in die Kantine?”
Mahlzeit! Gehst du auch in die Kantine?
Ein typisch deutscher Bürogruß rund um die Mittagszeit, etwa 11:30 bis 13:30 Uhr. Er ist Gruß und Essenswunsch zugleich. Die Standardantwort ist einfach „Mahlzeit!“ zurück.
Mahlzeit ist eine der typischsten deutschen Grußgewohnheiten. Wörtlich bedeutet es „Essenszeit“. Es füllt die Übergangsphase zwischen Guten Morgen und dem Nachmittag. Ab etwa 11:30 Uhr wird Mahlzeit in vielen Büros zum Standardgruß auf dem Flur, besonders nahe Küche oder Kantine.
Laut Duden ist diese Verwendung seit dem 19. Jahrhundert belegt. Wahrscheinlich entstand sie aus Gesegnete Mahlzeit. Heute braucht es keinen religiösen Bezug und nicht einmal eine echte Essenssituation. Du kannst Mahlzeit auch zu einer Kollegin im Flur sagen, selbst wenn niemand isst. Die passende Antwort ist immer Mahlzeit! zurück.
💡 Wenn Mahlzeit komisch wirkt
Für Mahlzeit gibt es eine unausgesprochene Zeitgrenze. Vor 11 Uhr wirkt es zu früh. Nach etwa 14 Uhr klingt es seltsam. Manche testen diese Grenze als trockenen Humor und sagen um 16 Uhr Mahlzeit, um eine verwirrte Reaktion zu bekommen. Wenn das passiert, ist es ein Scherz.
Morgensätze für Zuhause und Familie
Neben formellen Grüßen gibt es im Deutschen viele Sätze für den Morgen zuhause. Dazu gehören Aufwecken, Nachfragen zur Nacht und der Start am Frühstückstisch.
Wie hast du geschlafen?
/vee HAHST doo geh-SHLAH-fen/
Wörtliche Bedeutung: Wie hast du geschlafen?
“Guten Morgen, Schatz. Wie hast du geschlafen?”
Guten Morgen, Schatz. Wie hast du geschlafen?
Eine warme Morgenfrage für Familie, Partner und enge Freunde. Die formelle Version ist „Wie haben Sie geschlafen?“. Viele antworten eher ehrlich als automatisch mit „gut“.
Das ist eine typische Anschlussfrage nach Guten Morgen am Frühstückstisch. Anders als in manchen Kulturen, wo die Frage nur Floskel ist, geben viele im Deutschen eine echte Antwort. Manchmal kommen Details zur Matratze, zur Temperatur oder zum Hund der Nachbarn dazu.
Die formelle Version Wie haben Sie geschlafen? kann Hotelpersonal zu Gästen sagen. In beiden Fällen zeigt die Frage echtes Interesse am Wohlbefinden.
Gut geschlafen?
/goot geh-SHLAH-fen/
Wörtliche Bedeutung: Gut geschlafen?
“Morgen! Gut geschlafen? Du siehst ausgeruht aus.”
Morgen! Gut geschlafen? Du siehst ausgeruht aus.
Die kürzere, lockerere Variante der Schlaf-Frage. Häufig zwischen Partnern, Mitbewohnern und in der Familie am Frühstückstisch.
Das ist die lockerere Kurzform der Schlaf-Frage. Gut geschlafen? lässt Subjekt und Verb weg und behält nur das Wesentliche. Das ist im gesprochenen Deutsch sehr üblich. Es passt am Frühstückstisch oder wenn du jemanden in der Küche triffst.
Aufstehen!
/OWF-shtay-en/
Wörtliche Bedeutung: Aufstehen!
“Aufstehen! Es ist schon acht Uhr!”
Aufstehen! Es ist schon acht Uhr!
Der direkte Imperativ, um jemanden aus dem Bett zu holen. Typisch bei Eltern und auch zwischen Partnern. Bestimmt, aber nicht hart, es ist einfach die übliche Art, „Zeit aufzustehen“ zu sagen.
Aufstehen ist das trennbare Verb aufstehen in der Imperativform. Eltern nutzen es seit Generationen, um Kinder zu wecken. Es ist direkt, aber nicht unhöflich. Es bedeutet einfach, dass die Schlafenszeit vorbei ist.
Diese Direktheit ist kulturell, nicht ungeduldig. Materialien des Goethe-Instituts zu Kommunikationsstilen betonen, dass Deutschsprachige oft Klarheit höher bewerten als indirekte Formulierungen.
Raus aus den Federn!
/ROWS ows den FEH-dern/
Wörtliche Bedeutung: Raus aus den Federn!
“Raus aus den Federn, Kinder! Das Frühstück ist fertig!”
Raus aus den Federn, Kinder! Das Frühstück ist fertig!
Eine spielerische Redewendung für „aus dem Bett“. Die „Federn“ beziehen sich auf traditionelle Federbetten. Warm und liebevoll, oft zu Kindern.
Diese charmante Redewendung bedeutet wörtlich „raus aus den Federn“. Sie spielt auf das traditionelle Federbett an, das in Deutschland lange üblich war. Sie entspricht dem Sinn nach „Aufstehen, los geht’s“ und klingt genauso aufmunternd.
Der Satz malt das Bild von jemandem, der tief in einer warmen Decke steckt und nicht raus will. Man nutzt ihn liebevoll, besonders zu Kindern, und meist mit Humor.
Guten Morgen, Sonnenschein
/GOO-ten MOR-gen ZON-nen-shyne/
Wörtliche Bedeutung: Guten Morgen, Sonnenschein
“Guten Morgen, Sonnenschein! Hast du Lust auf Pfannkuchen?”
Guten Morgen, Sonnenschein! Hast du Lust auf Pfannkuchen?
Ein liebevoller Morgengruß für Menschen, die man gern hat, besonders Kinder und Partner. Außerdem der Titel eines bekannten deutschen Popsongs von Nana Mouskouri, den viele kennen.
Sonnenschein nutzt man im Deutschen als Kosewort. Der Gruß klingt warm, liebevoll und leicht verspielt. Er passt für Kinder, Partner oder Menschen, die du sehr magst.
Der Satz erinnert auch an das bekannte Lied Guten Morgen, Sonnenschein von Nana Mouskouri. Viele über 30 können die Melodie noch mitsummen.
So antwortest du auf deutsche Morgengrüße
Jemanden zu begrüßen ist nur die halbe Sache. So antwortest du natürlich auf die Morgengrüße, die dir begegnen.
Standard-Antworten am Morgen
| Die andere Person sagt | Du sagst | Hinweise |
|---|---|---|
| Guten Morgen | Guten Morgen / Morgen! | Einfach zurückgrüßen, Kurzform ist okay |
| Morgen! | Morgen! | Passe dich dem lockeren Ton an |
| Schönen guten Morgen | Schönen guten Morgen / Guten Morgen | Zurückgeben oder Standard nutzen |
| Guten Morgen zusammen | Guten Morgen / Morgen! | Einzelne Antwort auf den Gruppengruß |
| Mahlzeit! | Mahlzeit! | Immer mit Mahlzeit antworten |
Regionale und lockere Antworten
| Die andere Person sagt | Du sagst |
|---|---|
| Moin | Moin |
| Moin Moin | Moin / Moin Moin |
| Grüß Gott | Grüß Gott |
| Grüezi | Grüezi |
| Servus | Servus |
| Gut geschlafen? | Ja, danke! Und du? / Nicht so gut, leider. |
| Wie hast du geschlafen? | Gut, danke! Und du? / Wie ein Stein! (Wie ein Stein!) |
💡 Die Echo-Regel am Morgen
Wenn du unsicher bist, ist die sicherste Antwort, den Gruß exakt zu wiederholen. Sagt jemand Grüß Gott, sagst du Grüß Gott. Sagt jemand Moin, sagst du Moin. Das zeigt, dass du die regionale Form verstehst und respektierst. Diese Regel gilt für alle deutschen Grüße, nicht nur morgens.
🌍 Deutsche Frühstückskultur
Morgengrüße in Deutschland hängen eng mit der Frühstück-Kultur zusammen. Ein klassisches Frühstück hat frische Brötchen (Brötchen oder in Bayern Semmeln), Aufschnitt, Käse, Marmelade, weich gekochte Eier und starken Kaffee. Sonntags fällt es oft besonders üppig aus und kann sich über Stunden ziehen. Das Begrüßungsritual am Tisch (Guten Morgen, dann Wie hast du geschlafen?, dann Guten Appetit vor dem Essen) ist eine kleine, aber wichtige Alltagszeremonie.
Üben mit echten deutschen Inhalten
Über Morgengrüße zu lesen ist ein guter Start. Wenn du sie natürlich gesprochen hörst, bleiben sie besser hängen. Deutschsprachige Filme und Serien sind dafür ideal: Dark für Standarddeutsch, Tatort für regionale Varianten und österreichische Produktionen wie Vorstadtweiber, um Grüß Gott und Servus in Frühstücksszenen zu hören.
Wordy bringt dich noch weiter. Du kannst deutsche Filme und Serien mit interaktiven Untertiteln schauen. Du tippst auf einen Gruß und siehst Bedeutung, Aussprache und kulturellen Kontext in Echtzeit. Statt Listen auswendig zu lernen, nimmst du die Ausdrücke aus echten Gesprächen auf, mit echter Intonation und regionaler Färbung.
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Häufig gestellte Fragen
Wie sagt man am häufigsten guten Morgen auf Deutsch?
Was ist der Unterschied zwischen „Guten Morgen“ und „Morgen“?
Kann man statt „Guten Morgen“ auch „Moin“ sagen?
Ab wann sagt man in Deutschland nicht mehr „Guten Morgen“?
Wie sagt man in Österreich guten Morgen?
Ist es unhöflich, in formellen Situationen nur „Morgen“ zu sagen?
Quellen und Referenzen
- Duden, Deutsches Universalwörterbuch, 9. Auflage (2023)
- Goethe-Institut, Ressourcen zur deutschen Sprache und Kultur
- Ethnologue: Languages of the World, Eintrag zur deutschen Sprache (2024)
- Ammon, Ulrich (2015). „Die Stellung der deutschen Sprache in der Welt.“ De Gruyter.
- König, Werner (2019). „dtv-Atlas Deutsche Sprache.“ Deutscher Taschenbuch Verlag.
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