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Kurze Antwort
Die 12 Monate auf Deutsch sind Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. Alle sind maskulin (der), werden immer großgeschrieben und stehen meist mit der Präposition 'im' (in January = im Januar). Im österreichischen Deutsch heißt es statt Januar oft Jänner und manchmal statt Februar Feber.
Die 12 Monate auf Deutsch sind ihren englischen Entsprechungen erstaunlich ähnlich. Das macht sie zu einem der einfachsten Wortschatzthemen für Deutschsprachige. Die meisten stammen aus denselben lateinischen Wurzeln, und mehrere sind in der Schreibweise fast identisch: April, August, September, Oktober, November.
Deutsch wird laut den Ethnologue-Daten von 2024 weltweit von etwa 134 Millionen Menschen gesprochen. Damit ist es die am weitesten verbreitete Muttersprache in der Europäischen Union. Ob du eine Reise nach Berlin planst, dich an einer deutschen Universität einschreibst oder Behördentermine in Österreich organisierst, die Monate zu kennen ist wichtig für Planung, Formulare und Alltagsgespräche.
"Die deutschen Monatsnamen sind ein direktes Erbe des lateinischen Kalendersystems, das sich im mittelalterlichen Europa durchsetzte, doch das Deutsche bewahrt auf einzigartige Weise die Großschreibung aller Substantive, einschließlich der Monate, und spiegelt damit den tiefen Respekt der Sprache vor nominalen Kategorien wider." (Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS), Sprachliche Zweifelsfälle)
Dieser Leitfaden behandelt alle 12 Monate mit Aussprache, lateinischer und germanischer Etymologie, Grammatikregeln, österreichischen und schweizerischen Varianten sowie den kulturellen Ereignissen, die das deutsche Kalenderjahr prägen.
Alle 12 Monate auf einen Blick
Achte auf die wichtigsten Schreibunterschiede zum Englischen: Januar (ohne -y), Februar (ohne -y), März (mit Umlaut), Mai (nicht May), Juni/Juli (nicht June/July), Oktober (k statt c) und Dezember (z statt c). Diese kleinen Unterschiede sind die größte Hürde: Die Wörter wirken vertraut, sind aber beim Schreiben anders genug, um dich zu verwirren.
Etymologie: Lateinische Wurzeln mit germanischem Charakter
Fast alle deutschen Monatsnamen gehen direkt auf den lateinischen Kalender zurück, der sich im mittelalterlichen Europa verbreitete. Aber wie das Deutsche diese Namen übernommen und angepasst hat, zeigt den eigenen lautlichen Charakter der Sprache.
Januar
Aus dem Lateinischen Januarius, benannt nach Janus, dem römischen Gott der Anfänge, Türen und Übergänge. Janus hatte zwei Gesichter, eines nach vorn und eines nach hinten. Das macht ihn zum passenden Schutzgott für den Monat, der das alte und das neue Jahr verbindet. Im Deutschen fiel die lateinische Endung weg, daraus wurde Januar.
Im österreichischen Deutsch ist die Standardform Jänner (YEN-ner). Sie geht über eine mittelhochdeutsche Lautentwicklung auf dieselbe Wurzel zurück. Jänner ist der offizielle Begriff in österreichischen Amtsdokumenten, Medien und im Alltag.
Februar
Aus dem Lateinischen Februarius, benannt nach dem römischen Reinigungsfest Februa, das Mitte Februar stattfand. Die deutsche Aussprache setzt die Betonung anders als im Englischen: FAY-broo-ar statt FEB-roo-ary.
In Österreich taucht gelegentlich die ältere Form Feber (FAY-ber) auf. Sie ist aber weniger verbreitet als Jänner. Der Duden erkennt sowohl Februar als auch Feber als korrekt an.
März
Aus dem Lateinischen Martius, dem Monat des Mars, des römischen Kriegsgottes. März ist der einzige deutsche Monat mit Umlaut (ä). Das gibt ihm den markanten Klang "mehrts". Dieser Umlaut entwickelte sich aus dem mittelhochdeutschen Merze, das wiederum aus dem Lateinischen stammt.
Der März war ursprünglich der erste Monat im römischen Kalender. Darum sind September bis Dezember als Zahlennamen "um zwei verschoben": September bedeutet "siebter Monat", ist aber der neunte.
💡 Den Umlaut in März aussprechen
Das ä in März klingt wie das deutsche "ä" in "Bett" oder "hätte". Es ist nicht wie ein deutsches "a". Sag "mehrts", um nah heranzukommen. Das ist einer der Monatsnamen, die Deutschsprachige beim Nachsprechen fremdsprachiger Aussprachehilfen am häufigsten falsch einordnen.
April
Aus dem Lateinischen Aprilis, möglicherweise abgeleitet von aperire (öffnen). Das bezieht sich auf das Aufblühen von Knospen und Blumen im Frühling. Die deutsche Schreibweise ist identisch mit dem Englischen, aber die Aussprache ist anders: ah-PRIL, mit Betonung auf der zweiten Silbe und einem kurzen "a"-Laut.
Die Wendung Aprilwetter wird im Deutschen oft für unberechenbares, schnell wechselndes Wetter verwendet: eben noch Sonne, dann Regen.
Mai
Aus dem Lateinischen Maius, benannt nach der römischen Göttin Maia, die mit Wachstum und Fruchtbarkeit verbunden ist. Das Deutsche vereinfacht die Schreibweise zu Mai, ausgesprochen wie das englische Wort "my."
Mai ist mit drei Buchstaben der kürzeste deutsche Monatsname. Der Maifeiertag (1. Mai) ist in allen deutschsprachigen Ländern ein gesetzlicher Feiertag und steht für Arbeitnehmerrechte.
Juni
Aus dem Lateinischen Junius, benannt nach der römischen Göttin Juno, Beschützerin der Ehe und des römischen Staates. Das Deutsche ersetzt die englische Endung "-e" durch "-i", daraus wird Juni (YOO-nee).
Juli
Aus dem Lateinischen Julius, benannt nach Julius Caesar, der den römischen Kalender 46 v. Chr. reformierte. Wie bei Juni nutzt das Deutsche die Endung "-i": Juli (YOO-lee).
🌍 Juni vs. Juli: Verwechslungen vermeiden
Weil Juni und Juli sehr ähnlich klingen, besonders am Telefon, präzisieren Deutschsprachige oft mit Juni, Juno oder Juli, Julius. In militärischen und amtlichen Kontexten wird manchmal Julei (yoo-LY) als alternative Aussprache für Juli verwendet, um Missverständnisse zu vermeiden.
August
Aus dem Lateinischen Augustus, benannt nach Kaiser Augustus. Die deutsche Aussprache betont die zweite Silbe: ow-GOOST. Der "au"-Diphthong klingt wie "ow" in "ouch."
Beachte: August ist auch ein traditioneller deutscher Vorname. Als Name liegt die Betonung auf der ersten Silbe: OW-goost.
September
Aus dem Lateinischen September ("siebter Monat" im ursprünglichen römischen Kalender). Die deutsche Schreibweise ist identisch mit dem Englischen, aber das anlautende "s" wird wie ein stimmhaftes "s" gesprochen, also wie ein "z": zep-TEM-ber. Dieses stimmhafte "s" am Wortanfang ist ein typisches Merkmal der deutschen Aussprache.
Oktober
Aus dem Lateinischen October ("achter Monat"). Das Deutsche ersetzt das englische "c" durch "k". Das spiegelt den harten Konsonantenlaut. Das ist eine konsistente deutsche Rechtschreibkonvention: Lateinisches "c" vor Hintervokalen wird im Deutschen zu "k".
November
Aus dem Lateinischen November ("neunter Monat"). Identische Schreibweise im Deutschen und Englischen. In der deutschen Aussprache wird die zweite Silbe betont: noh-VEM-ber.
Dezember
Aus dem Lateinischen December ("zehnter Monat"). Das Deutsche ersetzt das "c" durch "z". Das spiegelt die "ts"-Aussprache, die das Englische mit "c" vor "e" erreicht. Das Ergebnis ist Dezember (deh-TSEM-ber).
Grammatik: So verwendest du Monate auf Deutsch
Im Deutschen gibt es klare Regeln, wie du Monate in Sätzen verwendest. Wenn du sie beherrschst, klingst du natürlicher.
Immer großgeschrieben
Im Deutschen schreibt man alle Substantive groß. Darum stehen Monate immer mit Großbuchstaben: Januar, Februar, März. Das unterscheidet das Deutsche von Spanisch (enero), Französisch (janvier) und Italienisch (gennaio), wo Monate kleingeschrieben werden. Englisch und Deutsch teilen diese Großschreibung.
Genus: Alle maskulin
Jeder Monat ist im Deutschen maskulin (der). Ohne Ausnahme:
der Januar, der Februar, der März, der April, der Mai, der Juni, der Juli, der August, der September, der Oktober, der November, der Dezember
"In January" = Im Januar
Die Präposition in zieht sich mit dem Dativartikel dem zu im zusammen, bei allen Monaten:
- Im Januar schneit es oft. (Im Januar schneit es oft.)
- Wir heiraten im Juni. (Wir heiraten im Juni.)
- Im Oktober beginnt das Wintersemester. (Im Oktober beginnt das Wintersemester.)
Daten schreiben
Im Deutschen nutzt man das Format Tag-Monat-Jahr. Das ist das Gegenteil des US-Formats:
- Ausgeschrieben: der 25. Dezember 2026 (25. Dezember 2026)
- Numerisch: 25.12.2026
- Im Satz: Ich komme am 3. März. (Ich komme am 3. März.)
Die Ordnungszahl schreibt man mit Punkt: 3. bedeutet "dritter", 25. bedeutet "fünfundzwanzigster". Dieser Punkt funktioniert ähnlich wie die englischen Endungen "-st", "-nd", "-rd" oder "-th".
💡 Daten laut sagen
Wenn du Daten aussprichst, nutze Ordnungszahlen: der dritte März, der fünfundzwanzigste Dezember. Die Präposition ist am: am dritten März. Dabei bekommt die Ordnungszahl im Dativ oft ein -n.
Österreichische und schweizerische Varianten
Deutschsprachige Länder teilen sich dieselben Monatsnamen, mit zwei auffälligen Ausnahmen im österreichischen Deutsch.
Jänner (österreichischer Januar)
In Österreich ist Jänner (YEN-ner) offiziell statt Januar. Das ist weder Slang noch Dialekt. Es ist die Standardform in österreichischen Gesetzen, Zeitungen und Amtsdokumenten. Der Duden führt Jänner als österreichisches Standarddeutsch. Wenn du Jänner in einem Text siehst, erkennst du sofort einen österreichischen Kontext.
Feber (österreichischer Februar)
Feber (FAY-ber) ist eine österreichische Variante von Februar. Sie ist aber weniger durchgängig etabliert als Jänner. Manche österreichische Institutionen und Publikationen verwenden Feber, andere bleiben bei Februar. Die GfdS merkt an, dass Feber im formellen Gebrauch langsam zurückgeht, in der gesprochenen österreichischen Standardsprache aber weiterhin häufig ist.
Besonderheiten im Schweizerdeutschen
Die Schweiz verwendet in geschriebenem Deutsch dieselben Standard-Monatsnamen wie Deutschland. In gesprochenem Schweizerdeutsch (Schwyzerdütsch) unterscheiden sich die Dialektausspracheformen aber deutlich. Der auffälligste Unterschied ist eher kulturell als sprachlich: In den französischsprachigen Kantonen nutzt die Schweiz französische Monatsnamen, und im Tessin italienische. Das spiegelt die Mehrsprachigkeit des Landes.
Der deutsche Kulturkalender: wichtige Monate und Ereignisse
Wenn du weißt, welche Ereignisse die Monate prägen, bekommst du mehr kulturelle Sicherheit als nur Wortschatz.
Karnevalszeit (Februar bis März)
Karneval (im Süden Deutschlands und in Österreich auch Fasching, in der Schweiz Fasnacht) hat seinen Höhepunkt im Februar oder Anfang März. Die wichtigsten Feiern mit Umzügen, Kostümen und Sitzungen laufen von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch. Köln, Düsseldorf und Mainz haben die größten deutschen Karnevalsumzüge.
Oktoberfest (September bis Oktober)
Das weltweit bekannteste deutsche Fest, das Oktoberfest, beginnt tatsächlich Mitte September. Die erste Feier 1810 zur Hochzeit von Kronprinz Ludwig fand im Oktober statt. Später legten die Veranstalter den Start schrittweise nach vorn, wegen des wärmeren Wetters. Heute dauert das Fest ungefähr 16-18 Tage und endet am ersten Sonntag im Oktober. Es zieht jährlich über sechs Millionen Besucher nach München.
Adventszeit und Weihnachten (Dezember)
Die Adventszeit beginnt vier Sonntage vor Weihnachten und verändert deutsche Städte mit Weihnachtsmärkten. Diese Märkte mit Glühwein, Lebkuchen und handgemachtem Schmuck prägen den Dezember in Deutschland. Der Adventskranz mit vier Kerzen steht in fast jedem deutschen Haushalt.
Weihnachten selbst feiert man an Heiligabend (24. Dezember), wenn Familien Geschenke austauschen. Der 25. und 26. Dezember sind beide gesetzliche Feiertage (erster und zweiter Weihnachtsfeiertag).
Das akademische Jahr
Der deutsche Hochschulkalender ist nach Monaten strukturiert, nicht nach Jahreszeiten. Universitäten haben ein Wintersemester (Oktober bis März) und ein Sommersemester (April bis September). Schulen folgen einem anderen Rhythmus. Das Schuljahr startet je nach Bundesland im August oder September. Die bekannten sechs Wochen Sommerferien sind über die Bundesländer von Ende Juni bis Mitte September gestaffelt, um Reisechaos zu vermeiden.
Komposita mit Monaten
Die bekannte deutsche Komposita-Tradition gilt auch für Monate. Solche Zusammensetzungen kommen oft in Nachrichten, Wetterberichten und im Alltag vor.
Das Wort Monat selbst stammt aus derselben germanischen Wurzel wie Mond. Das verweist auf den alten Mondkalender, der Zeit nach Mondzyklen maß. Laut der etymologischen Datenbank des DWDS gehen beide Wörter auf das urgermanische menon- zurück, das gleichzeitig "Mond" und "Monat" bedeutete.
Üben mit echten deutschen Inhalten
Monate kommen ständig in deutschen Gesprächen vor, von Terminplanung (Können wir uns im März treffen?) über Feiertage (Weihnachten ist im Dezember) bis zum Wetter (Der Februar war dieses Jahr sehr kalt). Flüssigkeit entsteht, wenn du diese Wörter in natürlichem Kontext hörst, nicht nur auswendig lernst.
Deutsche Filme, Nachrichtensendungen und Podcasts sind voller Datumsangaben, Planungen und Gespräche über Jahreszeiten. Für Filmempfehlungen aus verschiedenen Genres und Dialekten schau dir unseren Leitfaden zu den besten Filmen zum Deutschlernen an.
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Häufig gestellte Fragen
Wie heißen die 12 Monate auf Deutsch?
Sind die Monate im Deutschen maskulin, feminin oder neutral?
Wie sagt man 'im Januar' auf Deutsch?
Was ist der Unterschied zwischen 'Januar' und 'Jänner'?
Warum beginnt das Oktoberfest im September?
Wie schreibt man Daten auf Deutsch?
Quellen und Referenzen
- Duden, Die deutsche Rechtschreibung, 28. Auflage (2024)
- Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS), Sprachliche Zweifelsfälle
- DWDS (Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache), etymologische Einträge
- Ethnologue: Languages of the World, Eintrag zur deutschen Sprache (2024)
- Institut für Deutsche Sprache (IDS), Mannheim, Grammatik in Fragen und Antworten
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