Wochentage auf Spanisch: Kompletter Guide mit Aussprache und Herkunft
Kurze Antwort
Die Wochentage auf Spanisch sind lunes (Montag), martes (Dienstag), miércoles (Mittwoch), jueves (Donnerstag), viernes (Freitag), sábado (Samstag) und domingo (Sonntag). Anders als im Englischen werden sie nicht großgeschrieben, außerdem beginnt die Woche offiziell am Montag.
Die kurze Antwort
Die sieben Wochentage auf Spanisch sind lunes, martes, miércoles, jueves, viernes, sábado und domingo. Sie werden nie großgeschrieben, außer am Satzanfang, und die Woche beginnt in allen spanischsprachigen Ländern am Montag.
Laut den Ethnologue-Daten von 2024 sprechen ungefähr 559 Millionen Menschen in 21 Ländern Spanisch. Ob du eine Reise nach Madrid planst, einen Anruf mit einer Kollegin in Mexiko-Stadt terminierst oder einen Spanischkurs machst, die Wochentage gehören zu den wichtigsten Grundlagen der Sprache.
„Die Namen der Wochentage in romanischen Sprachen gehören zu den am besten erhaltenen Spuren römischer Planetenverehrung in der Alltagssprache.“ (Joan Corominas, Breve diccionario etimológico de la lengua castellana; María Moliner, Diccionario de uso del español)
Dieser Guide erklärt jeden Wochentag mit Aussprache, Etymologie, Grammatikregeln und kulturellem Kontext, damit du sie sicher im Gespräch nutzt.
Alle 7 Tage auf einen Blick
Planetarische Ursprünge: Warum jeder Tag so heißt
Die spanischen Wochentage von Montag bis Freitag gehen direkt auf die römische Praxis zurück. Man benannte Tage nach Himmelskörpern und den zugehörigen Göttern. Dieses System entstand im Römischen Reich und überlebte über zweitausend Jahre im Spanischen und anderen romanischen Sprachen.
Lunes
Lunes kommt vom lateinischen dies Lunae (Tag des Mondes). Die Verbindung zu Luna ist klar. Spanisch nutzt auch luna als Alltagswort für „Mond“ und lunar für alles, was mit dem Mond zu tun hat. Im Deutschen folgt „Montag“ demselben Muster: Tag des Mondes.
Der Mond stand für Wandel, Zyklen und Neuanfänge. Darum passt es, dass viele spanischsprachige Kulturen die Woche an diesem Tag beginnen.
Martes
Martes leitet sich von dies Martis (Tag des Mars) ab, dem römischen Kriegsgott. Der Planet Mars und das spanische Wort für März (marzo) haben dieselbe Wurzel. Im Deutschen hat „Dienstag“ einen anderen Ursprung, aber die Idee der Benennung nach Göttern ist in vielen Sprachen verbreitet.
🌍 Martes 13: Der Unglückstag
Während viele Deutschsprachige eher „Freitag, den 13.“ fürchten, gilt in spanischsprachigen Ländern martes 13 (Dienstag, der 13.) als Unglückstag. Das spanische Sprichwort sagt: "En martes 13, ni te cases ni te embarques" (Am Dienstag, dem 13., heirate nicht und stich nicht in See). Dieser Aberglaube geht auf den Fall Konstantinopels am Dienstag, dem 29. Mai 1453, zurück.
Miércoles
Miércoles kommt von dies Mercurii (Tag des Merkur), dem schnellen Götterboten für Handel und Kommunikation. Achte auf den Akzent auf dem ersten „e“. miércoles hat vier Silben und die Betonung liegt auf der zweiten Silbe: mee-EHR-koh-lehs.
Das ist oft der schwierigste Tag für Lernende, was Aussprache und Rechtschreibung angeht. Der Akzent ist Pflicht. Ohne ihn würde sich die Betonung verschieben und das Wort wäre falsch.
Jueves
Jueves stammt von dies Iovis (Tag des Jupiter), dem König der römischen Götter. Jupiter herrschte über Himmel, Donner und Blitz. Im Deutschen heißt der Tag „Donnerstag“, das passt inhaltlich gut zum Donner.
Das spanische „J“ spricht man wie ein starkes deutsches „ch“ in „Bach“. Darum klingt jueves wie „HWEH-behs“.
Viernes
Viernes kommt von dies Veneris (Tag der Venus), der Göttin der Liebe und Schönheit. Im Deutschen ist „Freitag“ etymologisch anders, aber kulturell ist die Rolle ähnlich.
In vielen spanischsprachigen Ländern hat viernes ein ähnliches Gewicht wie der Freitag im Deutschen. Er markiert den Start ins Wochenende und in soziale Pläne. Die Phrase ¡Por fin es viernes! (Endlich ist Freitag!) entspricht dem deutschen „Endlich Freitag!“.
Sábado
Sábado durchbricht das Planetenmuster. Es kommt vom hebräischen Shabbat (שַׁבָּת), „Ruhe“ oder „Unterbrechung“, über das lateinische Sabbatum. Das zeigt den jüdisch-christlichen Einfluss auf den römischen Kalender. Im Deutschen hat „Samstag“ einen anderen Ursprung, aber die religiöse Prägung ist im Spanischen deutlich.
Domingo
Domingo durchbricht das Planetenmuster ebenfalls. Es kommt vom lateinischen dies Dominicus (Tag des Herrn). Diese christliche Umbenennung ersetzte das ursprüngliche römische dies Solis (Tag der Sonne), das im Deutschen als „Sonntag“ erhalten blieb. Der Name Domingo ist auch ein häufiger spanischer Vorname. Traditionell gab man ihn Jungen, die an einem Sonntag geboren wurden.
Grammatik: So benutzt du Wochentage in Sätzen
Spanisch behandelt Wochentage in mehreren wichtigen Punkten anders als Deutsch. Wenn du diese Regeln beherrschst, klingt dein Spanisch viel natürlicher.
Keine Großschreibung
Nach der Real Academia Española (RAE) sind Wochentage im Spanischen gewöhnliche Nomen. Man schreibt sie nie groß, außer am Satzanfang.
- Tengo clase el martes. (Ich habe am Dienstag Unterricht.)
- Martes es mi día favorito. (Dienstag ist mein Lieblingstag. Groß nur, weil es am Satzanfang steht.)
„Am Montag“ = El lunes (ohne Präposition)
Im Deutschen nutzt man oft „am“ vor Wochentagen. Spanisch nutzt stattdessen den bestimmten Artikel el (Singular) oder los (Plural). Eine Präposition brauchst du nicht.
| Deutsch | Spanish | Verwendung |
|---|---|---|
| Am Montag | El lunes | Ein bestimmter, einzelner Montag |
| Montags | Los lunes | Jeden Montag, regelmäßig |
| Am Samstag | El sábado | Ein bestimmter Samstag |
| Samstags | Los sábados | Jeden Samstag |
Beispiele:
- El viernes vamos al cine. (Am Freitag gehen wir ins Kino.)
- Los miércoles tengo yoga. (Mittwochs habe ich Yoga.)
Singular vs. Plural
Montag bis Freitag (lunes, martes, miércoles, jueves, viernes) haben im Singular und Plural die gleiche Form. Nur der Artikel ändert sich: el lunes (dieser Montag) vs. los lunes (montags).
Samstag und Sonntag ändern sich im Plural: sábado wird zu sábados und domingo wird zu domingos.
| Tag | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Montag | el lunes | los lunes |
| Dienstag | el martes | los martes |
| Mittwoch | el miércoles | los miércoles |
| Donnerstag | el jueves | los jueves |
| Freitag | el viernes | los viernes |
| Samstag | el sábado | los sábados |
| Sonntag | el domingo | los domingos |
Genus
Alle sieben Tage sind maskulin. Du nutzt immer el und los, nie la oder las, mit Wochentagen.
💡 Schneller Merktrick
Denk so: Endet der Tag auf -es (lunes bis viernes), ändert er sich im Plural nicht. Endet er auf -o (sábado, domingo), hängst du im Plural ein -s an. Dieses Muster ist konstant und zuverlässig.
Wochenstruktur: Montag zuerst
In Spanien und in ganz Lateinamerika ist Montag der erste Tag der Woche. Das zeigt sich in:
- Kalendern und Planern: Gedruckte und digitale Kalender in spanischsprachigen Ländern starten links mit lunes.
- Arbeitszeiten: Die Arbeitswoche läuft de lunes a viernes (Montag bis Freitag), und „das Wochenende“ (el fin de semana) ist Samstag und Sonntag.
- ISO-8601-Standard: Der internationale Standard für Datumsangaben setzt Montag als Tag 1. Spanischsprachige Länder folgen dem.
Das unterscheidet sich von den USA, wo Kalender traditionell am Sonntag beginnen. Wenn du zwischen deutschen und spanischen Kalendern wechselst, prüfe die Ausrichtung der Tage, damit du nichts falsch planst.
Nützliche Phrasen mit Wochentagen
Hier sind wichtige Alltagsphrasen mit Wochentagen.
Monate des Jahres: Kurze Zusatzreferenz
Da Wochentage und Monate oft zusammen vorkommen, findest du hier eine kurze Referenz für die 12 Monate auf Spanisch. Wie die Wochentage schreibt man auch Monate im Spanischen nie groß.
Für ein konkretes Datum nutzt Spanisch das Format: el + Zahl + de + Monat. Zum Beispiel: el 15 de marzo (15. März). Der erste Tag des Monats nutzt die Ordnungszahl: el primero de enero (1. Januar).
Kulturelle Hinweise: Wie Wochentage den Alltag prägen
Der spanische Tagesrhythmus
Spanien hat einen bekanntlich anderen Tagesrhythmus als die meisten westlichen Länder. Mittagessen (la comida) findet zwischen 14:00 und 15:30 Uhr statt, Abendessen (la cena) beginnt um 21:00 oder 22:00 Uhr, und der Arbeitstag endet oft später. Das beeinflusst, wie sich Tage „anfühlen“. Ein spanischer viernes-Abend beginnt oft erst um 22:00 Uhr.
Lateinamerikanische Varianten
In Mexiko versteht man entre semana (unter der Woche) fast immer als Montag bis Freitag. In Argentinien ist finde (kurz für fin de semana) die lockere Art, „Wochenende“ zu sagen. Diese regionalen Abkürzungen tauchen ständig in der Alltagssprache auf.
🌍 Namenstage und Namensbräuche
Viele traditionelle spanische Namen hängen mit dem Wochentag oder dem Heiligen dieses Tages zusammen. Domingo (Sonntag) und Dolores (von Viernes de Dolores, einem religiösen Gedenktag) sind Beispiele. Heute ist das weniger üblich, aber früher war die Frage nach dem santo (Namenstag) oft wichtiger als die nach dem Geburtstag.
Üben mit echten spanischen Inhalten
Eine Liste auswendig zu lernen ist ein guter Start. Wirklich hängen bleiben die Wörter aber, wenn du Muttersprachler sie natürlich verwenden hörst. Spanischsprachige Filme und Serien sind voll von Terminabsprachen, Datumsangaben und Wochentagsvokabular.
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Für mehr Ressourcen zum Spanischlernen schau in unseren Blog. Dort findest du Guides von Begrüßungen bis zu den besten Filmen zum Spanischlernen. Du kannst auch unsere Spanisch-Lernseite besuchen und heute mit dem Üben starten.
Häufig gestellte Fragen
Wie heißen die 7 Wochentage auf Spanisch?
Beginnt die Woche in spanischsprachigen Ländern am Montag oder Sonntag?
Warum werden die Wochentage auf Spanisch nicht großgeschrieben?
Wie sagt man „am Montag“ auf Spanisch?
Sind die Wochentage auf Spanisch männlich oder weiblich?
Woher kommen die spanischen Namen der Wochentage?
Quellen und Referenzen
- Real Academia Española (RAE), Diccionario de la lengua española, 23. Ausgabe
- Instituto Cervantes, El español en el mundo, Jahresbericht 2024
- Ethnologue: Languages of the World, Eintrag zur spanischen Sprache (2024)
- Corominas, J. (1987). Breve diccionario etimológico de la lengua castellana. Editorial Gredos.
- ISO 8601, Internationaler Standard für Datums- und Zeitdarstellungen
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