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🇫🇷Französisch

Wochentage auf Französisch: kompletter Guide mit Aussprache und Herkunft

Von SandorAktualisiert: 15. April 20269 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

Die Wochentage auf Französisch sind lundi (Montag), mardi (Dienstag), mercredi (Mittwoch), jeudi (Donnerstag), vendredi (Freitag), samedi (Samstag) und dimanche (Sonntag). Im Französischen werden sie nicht großgeschrieben, und die Woche beginnt am Montag.

Die kurze Antwort

Die sieben Wochentage auf Französisch sind lundi, mardi, mercredi, jeudi, vendredi, samedi und dimanche. Sie werden nie großgeschrieben, sie sind alle maskulin, und die Woche beginnt in der gesamten frankophonen Welt am Montag.

Französisch wird laut dem Bericht 2022 der Organisation internationale de la Francophonie von ungefähr 321 Millionen Menschen in 29 Ländern auf fünf Kontinenten gesprochen. Vom Planen eines Meetings in Paris bis zum Organisieren eines Wochenendes in Montreal gehören die Wochentage zu den ersten Vokabeln, die jede Person beim Französischlernen braucht.

"The French weekday names are a living fossil record of Gallo-Roman civilization, preserving the planetary deities of antiquity in the mouths of 21st-century speakers."

(Maurice Grevisse, Le Bon Usage)

Dieser Leitfaden behandelt alle sieben Tage mit Aussprache, Etymologie, Grammatikregeln und kulturellem Kontext, damit du sie von Anfang an korrekt verwendest.


Alle 7 Tage auf einen Blick

Achte auf das Muster: Montag bis Samstag enden alle auf -di (vom lateinischen dies, das "Tag" bedeutet), während dimanche das Muster mit der Endung -che durchbricht.


Planetare Ursprünge: Die Geschichte hinter jedem Tag

Wie Spanisch, Italienisch und Portugiesisch hat Französisch seine Wochentagsnamen aus dem römischen Planetensystem übernommen. Die ersten fünf Tage ehren direkt römische Götter, während Samstag und Sonntag religiöse Einflüsse widerspiegeln, die den Kalender verändert haben.

Lundi

Lundi kommt vom lateinischen Lunae dies (Tag des Mondes). Französisch bewahrt diese Verbindung klar: lune bedeutet im modernen Französisch immer noch "Mond", und lunaire bedeutet "lunar". Im Deutschen folgt "Montag" derselben Logik, als Tag des Mondes.

In der französischen Kultur hat lundi den Ruf, der gefürchtetste Tag der Woche zu sein. Der Ausdruck avoir le blues du lundi (Montagsblues haben) ist weit verbreitet, ähnlich wie der deutsche "Montagsblues".

Mardi

Mardi leitet sich von Martis dies (Tag des Mars) ab, dem römischen Kriegsgott. Der Planet Mars heißt auf Französisch ebenfalls Mars, und der Monat März (mars) hat dieselbe Wurzel.

🌍 Mardi Gras: Fetter Dienstag

Die bekannteste französische Verwendung von mardi weltweit ist Mardi Gras (wörtlich "Fetter Dienstag"), das Karnevalsfest vor der christlichen Fastenzeit. Obwohl Mardi Gras weltweit gefeiert wird, finden die größten frankophonen Feiern in New Orleans (geprägt von der französischen Kolonialgeschichte), Québec-Stadt und Nizza in Frankreich statt. Der Name bezieht sich auf die Tradition, vor Beginn der Fastenzeit reichhaltige, fettreiche Speisen zu essen.

Mercredi

Mercredi kommt von Mercurii dies (Tag des Merkur), dem flinken Götterboten für Handel und Kommunikation. Die Verbindung zu Mercure (Merkur) ist direkt.

Im französischen Bildungssystem war der Mittwoch historisch oft ein Halbtag oder ein freier Tag für Grundschulkinder. Diese Tradition geht auf das 19. Jahrhundert zurück, als der Mittwoch für Religionsunterricht (Katechismus) reserviert war. Obwohl Reformen 2013 versuchten, Unterricht am Mittwochvormittag einzuführen, verbinden viele französische Familien mercredi weiterhin mit den Freizeitaktivitäten der Kinder.

Jeudi

Jeudi stammt von Jovis dies (Tag des Jupiter), dem König der römischen Götter. Jupiter herrschte über Himmel, Donner und die Sphären. Im Deutschen ist "Donnerstag" nach Donar benannt, dem germanischen Donnergott, also eine direkte mythologische Parallele.

Das französische "J" spricht man als weiches "zh" aus, ähnlich wie das "j" in dem deutschen Wort "Journal". Dadurch klingt jeudi wie "zhuh-DEE".

Vendredi

Vendredi kommt von Veneris dies (Tag der Venus), der Göttin der Liebe und Schönheit. Im Deutschen ist "Freitag" nach Frija benannt, einer germanischen Göttin, die oft mit Liebe und Ehe verbunden wird.

Der Roman Vendredi ou les Limbes du Pacifique (Freitag oder Im Limbo des Pazifik) von Michel Tournier ist eine bekannte französische Neuerzählung der Robinson-Crusoe-Geschichte, benannt nach dem Tag, an dem Crusos Begleiter gefunden wurde.

🌍 Vendredi 13: Glück oder Unglück?

Anders als in vielen deutschsprachigen Kontexten, in denen Freitag der 13. oft als Unglückstag gilt, ist die Haltung in Frankreich gemischter. Die französische Nationallotterie (Française des Jeux) veranstaltet sogar spezielle Vendredi 13-Ziehungen mit höheren Jackpots, weil viele Französinnen und Franzosen das Datum für glücklich halten. Gleichzeitig gibt es auch den Aberglauben, dass es Unglück bringt, beide Vorstellungen existieren nebeneinander.

Samedi

Samedi durchbricht das planetare Muster. Es leitet sich vom spätlateinischen Sambati dies ab, das wiederum vom hebräischen Shabbat (שַׁבָּת) kommt und "Ruhe" bedeutet. Im Deutschen hat "Samstag" keine römische Planetenbezeichnung, aber im Englischen blieb sie in "Saturday" (Tag des Saturn) erhalten. Französisch bewahrte, wie Spanisch (sábado), den religiösen Begriff.

Dimanche

Dimanche kommt vom lateinischen dies Dominicus (Tag des Herrn), eine christliche Umbenennung, die das heidnische dies Solis (Tag der Sonne) ersetzte. Im Deutschen heißt es "Sonntag" und bewahrt damit den Sonnenbezug, während Französisch die christliche Bezeichnung übernahm.

In Frankreich hat dimanche einen geschützten rechtlichen Status. Viele Geschäfte sind sonntags geschlossen, und der repos dominical (Sonntagsruhe) ist im französischen Arbeitsrecht verankert. Auch wenn es in den letzten Jahren mehr Ausnahmen gibt, besonders in Touristengebieten und großen Städten, bleibt die kulturelle Verbindung zwischen dimanche und Ruhe stark.


Grammatik: So verwendest du Wochentage in Sätzen

Französisch hat feste Regeln für die Verwendung der Wochentage, die sich vom Deutschen unterscheiden. Sie sind wichtig, wenn du natürlich klingen willst.

Keine Großschreibung

Die Académie française ordnet die Wochentage als gewöhnliche Substantive ein. Sie werden nie großgeschrieben, außer am Satzanfang.

  • J'ai un rendez-vous mardi. = Ich habe am Dienstag einen Termin.
  • Mardi, j'ai un rendez-vous. = Am Dienstag habe ich einen Termin. (großgeschrieben, weil es am Satzanfang steht)

Bestimmter Tag vs. Gewohnheit

Das ist die wichtigste Unterscheidung im Französischen. Ob der Artikel le steht oder nicht, ändert die Bedeutung komplett.

KonstruktionBedeutungBeispiel
lundi (ohne Artikel)Dieser kommende Montag / letzter MontagJe pars lundi. (Ich fahre am Montag.)
le lundi (mit Artikel)Jeden Montag (regelmäßig)Je travaille le lundi. (Ich arbeite montags.)

In beiden Fällen brauchst du keine Präposition. Im Deutschen sagt man oft "am" oder "montags", im Französischen steht entweder nichts (einmalig) oder le (regelmäßig).

Alle maskulin

Alle sieben Tage sind maskulin. Wenn du einen Artikel brauchst, ist es immer le (Singular) oder les (Plural), nie la.

  • le lundi = montags
  • les lundis = Montage (als Substantiv, z.B. les lundis sont difficiles, Montage sind schwierig)

Pluralformen

Alle Tage können durch -s pluralisiert werden: les lundis, les mardis, les mercredis, les jeudis, les vendredis, les samedis, les dimanches. Für regelmäßige Handlungen ist aber der Singular mit le viel häufiger.

💡 Der Artikel-Trick

Wenn du im Deutschen "am [Tag]" durch "[Tag]s" ersetzen kannst und der Satz noch passt, nimm im Französischen le. Wenn es nur um ein konkretes Ereignis geht, lass den Artikel ganz weg.


Wochenstruktur: Montag zuerst

Frankreich und alle frankophonen Länder setzen den Montag an den Wochenanfang. Das siehst du in jedem französischen Kalender, Planer und in Termin-Apps. Das französische Wort für "Woche" ist semaine (feminin), und der Standardausdruck für die Arbeitswoche ist du lundi au vendredi (von Montag bis Freitag).

Das "Wochenende" heißt auf Französisch le week-end (aus dem Englischen entlehnt, mit Bindestrich) oder formeller la fin de semaine. In Québec ist fin de semaine deutlich üblicher als das Anglizismus week-end, was mit der aktiven Sprachschutzpolitik in Québec zusammenhängt.


Nützliche Sätze mit Wochentagen


Monate des Jahres: Eine kurze Ergänzung

Tage und Monate gehören zusammen. Hier sind die 12 Monate auf Französisch, ebenfalls nie großgeschrieben und alle maskulin.

Um ein Datum auf Französisch auszudrücken, nutzt du das Format: le + Zahl + Monat. Zum Beispiel le 14 juillet (14. Juli, Nationalfeiertag). Der erste Tag des Monats nutzt die Ordnungszahl: le premier janvier (1. Januar), alle anderen Daten nutzen Kardinalzahlen.


Kulturelle Hinweise: Wie Wochentage das Leben in Frankreich prägen

Die französische Arbeitswoche

In Frankreich gilt eine gesetzlich festgelegte 35-Stunden-Woche, eingeführt im Jahr 2000. Viele Berufstätige arbeiten zwar mehr als 35 Stunden, aber das Gesetz prägt den Rhythmus des Alltags. Der Ausdruck métro, boulot, dodo (U-Bahn, Arbeit, Schlaf) beschreibt die Routine unter der Woche, während Wochenenden stark für Freizeit, Familie und Essen geschützt sind.

Mercredi und Kinder

Wie oben erwähnt, hat der Mittwoch einen besonderen Platz im französischen Familienleben. Auch dort, wo es inzwischen Unterricht am Mittwochvormittag gibt, bleibt der Nachmittag frei. Dann gehen Kinder in Sportvereine, zum Musikunterricht und in centres de loisirs (Freizeitzentren). Wenn du an einem Mittwochnachmittag einen französischen Park besuchst, siehst du deutlich mehr Kinder als an anderen Wochentagen.

Dimanche: Der heilige Ruhetag

Die Kultur rund um dimanche geht über Religion hinaus. Märkte (marchés), Brunch und Familienessen prägen den Sonntagvormittag. Die gesetzlichen Einschränkungen für Sonntagsarbeit und Sonntagsverkauf, bekannt als repos dominical, sorgen dafür, dass viele Läden, besonders außerhalb von Paris, geschlossen bleiben. Supermärkte, die sonntags öffnen, schließen meist bis 13 Uhr.

💡 Unterschiede in der frankophonen Welt

In Québec ersetzt fin de semaine oft week-end. In Belgien hörst du in datumsnahen Gesprächen vielleicht septante für 70 und nonante für 90. In Westafrika folgen Markttage oft traditionellen Wochenzyklen, die sich über den französischen Kalender legen. Die Tage selbst sind gleich, aber ihr kulturelles Gefühl variiert in der frankophonen Welt.


Üben mit echten französischen Inhalten

Wenn du die Wochentage aus einer Liste lernst, hast du die Grundlage. Wirklich flüssig wirst du, wenn du sie in natürlicher Sprache hörst. Französische Filme und Serien sind voll von Terminabsprachen, Planung und Verweisen auf Wochentage.

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Häufig gestellte Fragen

Wie heißen die 7 Wochentage auf Französisch?
Die 7 Wochentage sind: lundi (Montag), mardi (Dienstag), mercredi (Mittwoch), jeudi (Donnerstag), vendredi (Freitag), samedi (Samstag) und dimanche (Sonntag). Im Französischen werden sie nie großgeschrieben.
Beginnt die Woche in Frankreich am Montag oder am Sonntag?
In Frankreich und in allen frankophonen Ländern beginnt die Woche am Montag (lundi). Französische Kalender setzen lundi in die erste Spalte, gemäß dem internationalen Standard ISO 8601. Das gilt in Frankreich, Belgien, der Schweiz, Kanada und in frankophonem Afrika.
Wie sagt man 'am Montag' auf Französisch?
Für einen bestimmten Montag sagst du einfach 'lundi' ohne Artikel: 'Je travaille lundi' (Ich arbeite am Montag). Für jeden Montag (regelmäßig) kommt 'le' dazu: 'Je travaille le lundi' (Ich arbeite montags). In beiden Fällen brauchst du keine Präposition.
Warum werden die Wochentage im Französischen nicht großgeschrieben?
Die Académie française, die offizielle Instanz für die französische Sprache, ordnet Wochentage und Monate als gewöhnliche Nomen (noms communs) ein. Großschreibung ist nur am Satzanfang nötig. Das ist das Gegenteil der englischen Schreibweise.
Woher kommen die französischen Namen der Wochentage?
Montag bis Freitag gehen auf römische Planetengötter zurück: lundi (Lune, Mond), mardi (Mars), mercredi (Mercure, Merkur), jeudi (Jupiter), vendredi (Vénus, Venus). Samedi kommt vom lateinischen 'Sambati dies' (Sabbat-Tag), dimanche von 'dies Dominicus' (Tag des Herrn).
Sind die französischen Wochentage männlich oder weiblich?
Alle sieben Wochentage sind im Französischen männlich. Wenn du einen Artikel verwendest, nimmst du immer 'le' (nicht 'la'): 'le lundi', 'le mardi' usw. Das gilt ausnahmslos.

Quellen und Referenzen

  1. Académie française, Dictionnaire de l'Académie française, 9. Ausgabe
  2. Organisation internationale de la Francophonie, La langue française dans le monde, 2022
  3. Ethnologue: Languages of the World, Eintrag zur französischen Sprache (2024)
  4. Grevisse, M. & Goosse, A. (2016). Le Bon Usage. De Boeck Supérieur, 16. Ausgabe.
  5. ISO 8601, Internationaler Standard für Datums- und Zeitdarstellungen

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