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🇫🇷Französisch

Wochentage auf Französisch: Kompletter Guide mit Aussprache und Herkunft

Von Sandor14. Februar 20269 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

Die Wochentage auf Französisch sind lundi (Montag), mardi (Dienstag), mercredi (Mittwoch), jeudi (Donnerstag), vendredi (Freitag), samedi (Samstag) und dimanche (Sonntag). Im Französischen werden Wochentage nicht großgeschrieben, und die Woche beginnt am Montag.

Die kurze Antwort

Die sieben Wochentage auf Französisch sind lundi, mardi, mercredi, jeudi, vendredi, samedi und dimanche. Sie werden nie großgeschrieben, sie sind alle maskulin, und die Woche beginnt in der gesamten frankofonen Welt am Montag.

Französisch wird laut dem Bericht 2022 der Organisation internationale de la Francophonie von etwa 321 Millionen Menschen in 29 Ländern auf fünf Kontinente gesprochen. Vom Planen eines Meetings in Paris bis zum Wochenende in Montreal gehören die Wochentage zu den ersten Vokabeln, die jede Person mit Französisch braucht.

„Die französischen Wochentagsnamen sind ein lebendes Fossil der gallorömischen Zivilisation. Sie bewahren die Planetengötter der Antike in den Mündern von Sprecherinnen und Sprechern des 21. Jahrhunderts.“

(Maurice Grevisse, Le Bon Usage)

Dieser Guide behandelt alle sieben Tage mit Aussprache, Etymologie, Grammatikregeln und kulturellem Kontext. So nutzt du sie von Anfang an richtig.


Alle 7 Tage auf einen Blick

Achte auf das Muster: Montag bis Samstag enden alle auf -di (vom lateinischen dies, „Tag“), während dimanche das Muster mit der Endung -che durchbricht.


Planetare Ursprünge: Die Geschichte hinter jedem Tag

Wie Spanisch, Italienisch und Portugiesisch hat Französisch seine Wochentagsnamen aus dem römischen Planetensystem übernommen. Die ersten fünf Tage ehren direkt römische Götter. Samstag und Sonntag zeigen religiöse Einflüsse, die den Kalender verändert haben.

Lundi

Lundi kommt vom lateinischen Lunae dies (Tag des Mondes). Französisch bewahrt diese Verbindung klar: lune bedeutet im modernen Französisch immer noch „Mond“, und lunaire bedeutet „lunar“. Der deutsche „Montag“ folgt derselben Logik, als „Tag des Mondes“.

In der französischen Kultur hat lundi den Ruf, der gefürchtetste Tag der Woche zu sein. Der Ausdruck avoir le blues du lundi (Montagsblues haben) ist weit verbreitet. Das entspricht dem deutschen „Montagsblues“.

Mardi

Mardi leitet sich von Martis dies (Tag des Mars) ab, dem römischen Kriegsgott. Der Planet Mars heißt auf Französisch ebenfalls Mars, und der Monat März (mars) hat dieselbe Wurzel.

🌍 Mardi Gras: Fetter Dienstag

Die bekannteste französische Verwendung von mardi weltweit ist Mardi Gras (wörtlich „Fetter Dienstag“), das Karnevalsfest vor der christlichen Fastenzeit. Mardi Gras wird weltweit gefeiert, aber die größten frankofonen Feiern sind in New Orleans (geprägt von der französischen Kolonialgeschichte), in Québec-Stadt und in Nizza, Frankreich. Der Name bezieht sich auf die Tradition, vor Beginn der Fastenzeit reichhaltige, fettige Speisen zu essen.

Mercredi

Mercredi kommt von Mercurii dies (Tag des Merkur), dem flinken Götterboten für Handel und Kommunikation. Die Verbindung zu Mercure (Merkur) ist eindeutig.

Im französischen Bildungssystem war der Mittwoch historisch ein Halbtag oder ein freier Tag für Grundschulkinder. Diese Tradition geht auf das 19. Jahrhundert zurück, als der Mittwoch für Religionsunterricht (Katechismus) reserviert war. Obwohl Reformen 2013 versuchten, Unterricht am Mittwochvormittag einzuführen, verbinden viele französische Familien mercredi weiterhin mit Freizeitaktivitäten von Kindern.

Jeudi

Jeudi stammt von Jovis dies (Tag des Jupiter), dem König der römischen Götter. Jupiter herrschte über Himmel, Donner und die Sphären. Im Deutschen kommt „Donnerstag“ vom Donner. Das ist eine direkte inhaltliche Parallele zum Donnergott.

Das französische „J“ spricht man als weiches „zh“, ähnlich wie das „j“ in dem deutschen Wort „Journal“. Dadurch klingt jeudi wie „zhuh-DEE“.

Vendredi

Vendredi kommt von Veneris dies (Tag der Venus), der Göttin der Liebe und Schönheit. Der deutsche „Freitag“ geht auf Freya zurück, eine germanische Liebesgöttin.

Der Roman Vendredi ou les Limbes du Pacifique (Freitag oder die Insel im Pazifik) von Michel Tournier ist eine bekannte französische Neuerzählung der Robinson-Crusoe-Geschichte. Der Titel bezieht sich auf den Tag, an dem Crusoes Begleiter gefunden wurde.

🌍 Vendredi 13: Glück oder Unglück?

Anders als in deutschsprachigen Ländern, wo Freitag der 13. oft als Unglückstag gilt, ist die Haltung in Frankreich geteilter. Die französische Nationallotterie (Française des Jeux) veranstaltet sogar spezielle Vendredi 13-Ziehungen mit höheren Jackpots, weil viele Französinnen und Franzosen das Datum für glücklich halten. Gleichzeitig gibt es auch den Aberglauben, dass es Unglück bringt. Beide Vorstellungen existieren nebeneinander.

Samedi

Samedi durchbricht das planetare Muster. Es stammt vom spätlateinischen Sambati dies, das wiederum vom hebräischen Shabbat (שַׁבָּת) kommt und „Ruhe“ bedeutet. Der deutsche „Samstag“ hat einen anderen Ursprung, aber Französisch bewahrt, wie Spanisch (sábado), den religiösen Begriff.

Dimanche

Dimanche kommt vom lateinischen dies Dominicus (Tag des Herrn), eine christliche Umbenennung, die das heidnische dies Solis (Tag der Sonne) ersetzte. Im Deutschen heißt der Tag „Sonntag“, also nach der Sonne, während Französisch den christlichen Namen übernahm.

In Frankreich hat dimanche einen geschützten rechtlichen Status. Viele Geschäfte sind sonntags geschlossen, und der repos dominical (Sonntagsruhe) ist im französischen Arbeitsrecht verankert. Zwar gibt es in den letzten Jahren mehr Ausnahmen, besonders in Touristengebieten und großen Städten, aber die kulturelle Verbindung zwischen dimanche und Ruhe bleibt stark.


Grammatik: So verwendest du Wochentage in Sätzen

Französisch hat feste Regeln für Wochentage, die sich vom Deutschen unterscheiden. Diese Regeln sind wichtig, wenn du natürlich klingen willst.

Keine Großschreibung

Die Académie française ordnet Wochentage als gewöhnliche Substantive ein. Man schreibt sie nie groß, außer am Satzanfang.

  • J'ai un rendez-vous mardi. = Ich habe am Dienstag einen Termin.
  • Mardi, j'ai un rendez-vous. = Am Dienstag habe ich einen Termin. (groß, weil am Satzanfang)

Bestimmter Tag vs. regelmäßiger Tag

Das ist die wichtigste Unterscheidung im Französischen. Ob der Artikel le steht oder nicht, ändert die Bedeutung komplett.

KonstruktionBedeutungBeispiel
lundi (ohne Artikel)diesen kommenden Montag, letzten MontagJe pars lundi. (Ich fahre am Montag.)
le lundi (mit Artikel)jeden Montag (regelmäßig)Je travaille le lundi. (Ich arbeite montags.)

In beiden Fällen brauchst du keine Präposition. Im Deutschen sagt man oft „am“ vor Wochentagen, aber Französisch nutzt nichts (einmalig) oder nur le (regelmäßig).

Alle maskulin

Alle sieben Tage sind maskulin. Wenn du einen Artikel brauchst, ist es immer le (Singular) oder les (Plural), nie la.

  • le lundi = montags
  • les lundis = Montage (als Substantiv, z.B. les lundis sont difficiles, Montage sind schwer)

Pluralformen

Alle Tage werden im Plural mit -s gebildet: les lundis, les mardis, les mercredis, les jeudis, les vendredis, les samedis, les dimanches. Trotzdem ist der Singular mit le viel häufiger, wenn man Gewohnheiten ausdrückt.

💡 Der Artikel-Trick

Wenn du „am [Tag]“ im Deutschen durch „jeden [Tag]“ ersetzen kannst und der Satz bleibt sinnvoll, nutze im Französischen le. Wenn es nur um ein einzelnes Ereignis geht, lass den Artikel ganz weg.


Die Wochenstruktur: Montag zuerst

Frankreich und alle frankofonen Länder setzen den Montag an den Anfang der Woche. Das siehst du in jedem französischen Kalender, Planer und in Termin-Apps. Das französische Wort für „Woche“ ist semaine (feminin), und der Standardausdruck für die Arbeitswoche ist du lundi au vendredi (von Montag bis Freitag).

Das „Wochenende“ heißt auf Französisch le week-end (aus dem Englischen entlehnt, mit Bindestrich) oder formeller la fin de semaine. In Québec bevorzugt man fin de semaine deutlich gegenüber dem Anglizismus week-end. Das hängt mit der aktiven Sprachschutzpolitik in Québec zusammen.


Nützliche Sätze mit Wochentagen


Monate des Jahres: Eine kurze Ergänzung

Wochentage und Monate gehören zusammen. Hier sind die 12 Monate auf Französisch, ebenfalls nie großgeschrieben und alle maskulin.

Um ein Datum auf Französisch auszudrücken, nutze das Format: le + Zahl + Monat. Zum Beispiel le 14 juillet (14. Juli, Nationalfeiertag). Der erste Tag des Monats nutzt die Ordnungszahl: le premier janvier (1. Januar), aber alle anderen Daten nutzen Kardinalzahlen.


Kulturelle Hinweise: Wie Wochentage das Leben in Frankreich prägen

Die französische Arbeitswoche

In Frankreich gilt eine gesetzlich festgelegte 35-Stunden-Woche, eingeführt im Jahr 2000. Viele Berufstätige arbeiten zwar mehr als 35 Stunden, aber das Gesetz prägt den Rhythmus des Alltags. Der Ausdruck métro, boulot, dodo (U-Bahn, Arbeit, Schlaf) beschreibt die Routine unter der Woche. Wochenenden sind stark geschützt, für Freizeit, Familie und Essen.

Mercredi und Kinder

Wie oben erwähnt, hat der Mittwoch einen besonderen Platz im französischen Familienleben. Selbst dort, wo es inzwischen Unterricht am Mittwochvormittag gibt, bleibt der Nachmittag frei. Dann gehen Kinder in Sportvereine, zum Musikunterricht und in centres de loisirs (Freizeitzentren). Wenn du an einem Mittwochnachmittag einen französischen Park besuchst, siehst du deutlich mehr Kinder als an anderen Wochentagen.

Dimanche: Der heilige Ruhetag

Die Kultur rund um dimanche geht über Religion hinaus. Märkte (marchés), Brunch und Familienessen prägen den Sonntagvormittag. Die gesetzlichen Einschränkungen für Sonntagsarbeit und Sonntagsverkauf heißen repos dominical. Deshalb bleiben viele Läden, besonders außerhalb von Paris, geschlossen. Supermärkte, die sonntags öffnen, schließen meist bis 13 Uhr.

💡 Frankofone Unterschiede

In Québec ersetzt fin de semaine das week-end. In Belgien hörst du in datumsbezogenen Gesprächen vielleicht septante für 70 und nonante für 90. In Westafrika folgen Markttage oft traditionellen Wochenzyklen, die sich über den französischen Kalender legen. Die Tage selbst sind gleich, aber ihr kulturelles Gefühl variiert in der frankofonen Welt.


Üben mit echten französischen Inhalten

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Häufig gestellte Fragen

Wie heißen die 7 Wochentage auf Französisch?
Die 7 Tage sind: lundi (Montag), mardi (Dienstag), mercredi (Mittwoch), jeudi (Donnerstag), vendredi (Freitag), samedi (Samstag) und dimanche (Sonntag). Im Französischen werden sie nie großgeschrieben.
Beginnt die Woche in Frankreich am Montag oder am Sonntag?
In Frankreich und in allen frankophonen Ländern beginnt die Woche am Montag (lundi). Französische Kalender setzen lundi in die erste Spalte, gemäß dem internationalen Standard ISO 8601. Das gilt in Frankreich, Belgien, der Schweiz, Kanada und im frankophonen Afrika.
Wie sagt man „am Montag“ auf Französisch?
Für einen bestimmten Montag sagst du einfach „lundi“ ohne Artikel: „Je travaille lundi“ (Ich arbeite am Montag). Für jeden Montag (regelmäßig) kommt „le“ dazu: „Je travaille le lundi“ (Ich arbeite montags). In beiden Fällen braucht man keine Präposition.
Warum werden französische Wochentage nicht großgeschrieben?
Die Académie française, die offizielle Instanz für die französische Sprache, ordnet Wochentage und Monate als gewöhnliche Substantive (noms communs) ein. Großschreibung ist nur am Satzanfang nötig. Das ist das Gegenteil der englischen Schreibweise.
Woher kommen die französischen Namen der Wochentage?
Montag bis Freitag gehen auf römische Planetengötter zurück: lundi (Lune, Mond), mardi (Mars), mercredi (Mercure, Merkur), jeudi (Jupiter), vendredi (Vénus, Venus). Samedi kommt aus dem Lateinischen „Sambati dies“ (Sabbat-Tag), dimanche aus „dies Dominicus“ (Tag des Herrn).
Sind französische Wochentage maskulin oder feminin?
Alle sieben Wochentage im Französischen sind maskulin. Wenn du einen Artikel verwendest, nimmst du immer „le“ (nicht „la“): „le lundi“, „le mardi“ usw. Das gilt ohne Ausnahmen.

Quellen und Referenzen

  1. Académie française, Dictionnaire de l'Académie française, 9. Auflage
  2. Organisation internationale de la Francophonie, La langue française dans le monde, 2022
  3. Ethnologue: Languages of the World, Eintrag zur französischen Sprache (2024)
  4. Grevisse, M. & Goosse, A. (2016). Le Bon Usage. De Boeck Supérieur, 16. Auflage.
  5. ISO 8601, Internationaler Standard für Datums- und Zeitdarstellungen

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