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🇮🇹Italienisch

Hallo auf Italienisch sagen: 17 Grüße für jede Situation

Von SandorAktualisiert: 9. April 20269 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

Die häufigste Art, auf Italienisch Hallo zu sagen, ist 'Ciao' (CHOW). Es passt in jeder lockeren Situation in ganz Italien. Neben Ciao nutzen Italiener formelle Grüße wie 'Buongiorno' und 'Buonasera', das vielseitige 'Salve' sowie regionale Ausdrücke, die sich von Mailand über Neapel bis Palermo unterscheiden.

Die kurze Antwort

Die häufigste Art, auf Italienisch Hallo zu sagen, ist Ciao (CHOW). Das passt in jeder lockeren Situation, vom Grüßen von Freunden im Café bis zum zufälligen Treffen mit einem Nachbarn auf der Straße. Aber Italienisch hat ein reiches System an Grüßen, das Förmlichkeit, Tageszeit und regionale Identität signalisiert, und es richtig zu machen ist in Italien wichtiger als in den meisten anderen europäischen Ländern.

Italienisch wird weltweit von ungefähr 85 Millionen Menschen gesprochen und ist Amtssprache in vier Ländern: Italien, der Schweiz, San Marino und der Vatikanstadt. Laut den Daten von Ethnologue aus dem Jahr 2024 gehört es zu den 25 meistgesprochenen Sprachen weltweit. Mit Italiens starken regionalen Identitäten und dem tiefen kulturellen Fokus auf bella figura (einen guten Eindruck machen) ist die Wahl des richtigen Grußes wirklich wichtig.

"In Italian, the greeting you choose is a social declaration. It tells the other person whether you consider them a peer, a superior, or a stranger, all before you say anything else."

(Tullio De Mauro, Storia linguistica dell'Italia unita, Laterza, 2014)

Dieser Guide behandelt 17 wichtige italienische Grüße, geordnet nach Kategorien: universell, tageszeitabhängig, locker, formell, regional und Slang. Jeder Eintrag enthält Aussprache, einen Beispielsatz und kulturellen Kontext, damit du genau weißt, wann und wo du ihn verwendest.


Schnellübersicht: Italienische Grüße auf einen Blick


Universelle Grüße

Diese Grüße versteht man in ganz Italien und auch unter Italienischsprechenden weltweit. Die Accademia della Crusca, Italiens älteste sprachwissenschaftliche Autorität (gegründet 1583), erkennt sie als Standard des modernen Italienisch an.

Ciao

Locker

/CHOW/

Wörtliche Bedeutung: Ich bin dein Sklave (historisch)

Ciao, Marco! Come stai?

Hi, Marco! Wie geht's dir?

🌍

Das am häufigsten entlehnte italienische Wort der Welt. Funktioniert sowohl als Hallo ALS auch als Tschüss. Nur informell, nie bei Fremden in formellen Situationen verwenden.

Ciao ist wohl einer der bekanntesten Grüße der Welt. Er wurde in Dutzende Sprachen übernommen, von Portugiesisch bis Japanisch. Der Ursprung ist überraschend: Er kommt vom venezianischen Dialektwort s'ciavo, einer Verkürzung von schiavo vostro ("I am your slave"), einer altmodischen Höflichkeitsformel, die sich über Jahrhunderte zu einem lockeren Gruß entwickelt hat.

Die wichtigste Regel: Ciao ist informell. Wenn du es bei einer älteren Person benutzt, die du nicht kennst, bei einer Behörde oder in einem Geschäftstermin, kann das anmaßend wirken. Wenn du unsicher bist, nimm lieber Buongiorno oder Salve.

💡 Doppeltes Ciao für extra Herzlichkeit

Italiener sagen beim Verabschieden oft Ciao ciao! Das wirkt wärmer und freundlicher. Du hörst es ständig. Denk daran wie an das italienische Pendant zu "Tschüssi!"

Salve

Höflich

/SAHL-veh/

Wörtliche Bedeutung: Sei wohlauf (aus dem Lateinischen salvēre)

Salve, mi scusi, sa dov'è la stazione?

Hallo, entschuldigen Sie, wissen Sie, wo der Bahnhof ist?

🌍

Der perfekte Mittelweg. Nicht so locker wie 'Ciao', nicht so formell wie 'Buongiorno'. Ideal, wenn du dir beim richtigen Höflichkeitsgrad unsicher bist.

Salve ist der Gruß, der das italienische Förmlichkeitsrätsel löst. Er kommt direkt aus dem Lateinischen (Imperativ von salvēre, gesund sein) und liegt in der neutralen Zone zwischen Ciao und Buongiorno. Laut dem Treccani-Wörterbuch gilt er als weder strikt formell noch informell.

Nutze Salve, wenn du einen kleinen Laden betrittst, einen Nachbarn grüßt, den du nicht gut kennst, oder jemanden zum ersten Mal in entspannter Umgebung triffst. Es ist eine sichere Standardwahl, die nie beleidigt.


Tageszeit-Grüße

Italienisch nutzt zwei zentrale tageszeitabhängige Grüße, die den Tag teilen, plus eine eigene nächtliche Verabschiedung.

Buongiorno

Höflich

/bwohn-JOHR-noh/

Wörtliche Bedeutung: Guten Tag

Buongiorno, signora Rossi. Come sta oggi?

Guten Morgen, Frau Rossi. Wie geht es Ihnen heute?

🌍

Der Standardgruß in formellen Situationen, vom Morgen bis in den frühen bis mittleren Nachmittag. Wörtlich 'guten Tag', er deckt im Italienischen sowohl 'guten Morgen' als auch 'guten Tag' ab.

Buongiorno ist das Arbeitstier unter den formellen italienischen Grüßen. Anders als im Deutschen, wo wir zwischen "Guten Morgen" und "Guten Tag" unterscheiden, nutzt Italienisch Buongiorno für die gesamte erste Tageshälfte. Der Wechsel zu Buonasera passiert je nach Region irgendwo zwischen 15 und 18 Uhr, im Norden früher und im Süden später.

In Läden, Restaurants, Büros und bei jeder Begegnung mit Fremden ist Buongiorno tagsüber die sicherste Wahl. Es ist höflich, ohne steif zu wirken.

Buonasera

Höflich

/bwoh-nah-SEH-rah/

Wörtliche Bedeutung: Guten Abend

Buonasera a tutti. Benvenuti al ristorante.

Guten Abend zusammen. Willkommen im Restaurant.

🌍

Übernimmt am späten Nachmittag und Abend von Buongiorno. Der genaue Wechsel variiert, etwa 15-16 Uhr in Mailand, 17-18 Uhr in Neapel. Wenn du unsicher bist, ist Buongiorno immer sicher.

Der Übergang von Buongiorno zu Buonasera ist eine dieser kulturellen Feinheiten, an denen man merkt, wie gut du Italien kennst. In norditalienischen Städten wie Mailand und Turin kann der Wechsel schon um 15 Uhr passieren. In Rom eher gegen 16-17 Uhr. In Süditalien und auf Sizilien bleiben viele bis 17-18 Uhr oder sogar später bei Buongiorno.

🌍 Die Debatte Buongiorno vs. Buonasera

Italiener sind sich selbst nicht einig, wann genau man umstellt. Das ist ein häufiges Thema für freundliche Diskussionen. Wenn du in Mailand um 16:30 Uhr Buongiorno sagst, korrigiert dich vielleicht jemand sanft mit Buonasera! Am sichersten ist: Hör darauf, was die Leute um dich herum sagen, und mach es genauso.

Buonanotte

Höflich

/bwoh-nah-NOHT-teh/

Wörtliche Bedeutung: Gute Nacht

Buonanotte, dormi bene!

Gute Nacht, schlaf gut!

🌍

Fast nur als Verabschiedung, nicht als Begrüßung. Anders als 'Buonasera' (das man auch beim Ankommen sagt) signalisiert 'Buonanotte', dass du oder die andere Person schlafen geht.

Anders als Buonasera, das sowohl als Begrüßung als auch als Verabschiedung funktioniert, ist Buonanotte fast immer eine Verabschiedung. Du sagst es, wenn ihr euch spät abends trennt oder wenn jemand ins Bett geht. Es als Begrüßung beim Ankommen zu verwenden, klingt seltsam.


Lockere Grüße

Diese Ausdrücke gehen über ein einfaches Hallo hinaus. Sie verbinden den Gruß mit echtem (oder ritualisiertem) Interesse daran, wie es der anderen Person geht.

Come stai?

Locker

/KOH-meh STAH-ee/

Wörtliche Bedeutung: Wie stehst du?

Ciao, Giulia! Come stai? È da tanto che non ci vediamo!

Hi, Giulia! Wie geht's dir? Wir haben uns so lange nicht gesehen!

🌍

Das informelle 'Wie geht's?' mit der 'tu'-Form. Für Freunde, Familie, Gleichaltrige und Menschen in lockeren Situationen. In formellen Situationen zu 'Come sta?' wechseln.

Come stai? ist die informelle Variante, mit dem Pronomen tu (informelles du). Anders als im Deutschen, wo "Wie geht's?" oft nur eine Floskel ist, geben Italiener dir durchaus eine echte Antwort, besonders im Süden. Stell dich auf ein echtes Update zu Gesundheit, Familie oder Stimmung ein.

Come sta?

Formell

/KOH-meh STAH/

Wörtliche Bedeutung: Wie geht es Ihnen? (formell)

Buongiorno, professore. Come sta?

Guten Morgen, Professor. Wie geht es Ihnen?

🌍

Das formelle 'Wie geht es Ihnen?' mit der 'Lei'-Form. Wichtig im Beruf, bei Älteren und bei allen, die du mit 'Lei' statt 'tu' ansprichst.

Das formelle Gegenstück nutzt die Lei-Konjugation. Der Unterschied ist nur eine Silbe (stai vs. sta), aber er zeigt Respekt. Nutze es bei Professoren, Ärzten, älteren Nachbarn, Kunden und bei allen, die du mit einem Titel ansprichst.

Come va?

Locker

/KOH-meh VAH/

Wörtliche Bedeutung: Wie geht es?

Ehi, come va? Tutto a posto?

Hey, wie läuft's? Alles in Ordnung?

🌍

Ein vielseitiges 'Wie läuft's?', das in den meisten informellen Situationen passt. Etwas weniger persönlich als 'Come stai?', eher ein Check, wie es allgemein läuft, statt wie es der Person konkret geht.

Come va? hat einen praktischen Vorteil: Du musst dich nicht zwischen tu und Lei entscheiden, weil das Verb andare (gehen) hier in der dritten Person steht. Das macht es zu einer bequemen Option, wenn du freundlich sein willst, ohne die Förmlichkeitsfrage zu klären.

Tutto bene?

Locker

/TOOT-toh BEH-neh/

Wörtliche Bedeutung: Alles gut?

Ciao, tutto bene? Ti vedo un po' stanco.

Hey, alles gut? Du siehst ein bisschen müde aus.

🌍

Ein warmer Check-in als Gruß. Kann echte Sorge ausdrücken oder einfach ein lockeres Hallo sein. Die Standardantwort ist 'Sì, tutto bene, grazie!' oder einfach 'Tutto bene.'

Dieser Gruß funktioniert sowohl als lockeres Hallo als auch als echtes Nachfragen. Kombiniere ihn mit Ciao für maximale Natürlichkeit: Ciao, tutto bene? Die Antwort ist fast immer Sì, tutto bene, auch wenn nicht alles perfekt ist.


Formelle Grüße und erste Begegnungen

Wichtig für Beruf, erste Vorstellungen und um Respekt zu zeigen. Die italienische Kultur legt großen Wert auf bella figura (sich gut präsentieren), und dein Gruß ist der erste Eindruck. Mehr dazu findest du in unserem Italienisch-Lernbereich.

Piacere

Formell

/pyah-CHEH-reh/

Wörtliche Bedeutung: Freude

Piacere, sono Alessandro. Lei è la dottoressa Bianchi?

Freut mich, ich bin Alessandro. Sind Sie Frau Doktor Bianchi?

🌍

Der Standardgruß beim ersten Kennenlernen. Für extra Förmlichkeit kann man zu 'Piacere di conoscerla' (Freut mich, Sie kennenzulernen) erweitern. Antworte mit 'Piacere mio' (ganz meinerseits) oder wiederhole 'Piacere'.

Piacere ist Pflicht, wenn du jemanden zum ersten Mal triffst, in jedem formellen oder halbformellen Kontext. Meist kommt ein Händedruck dazu. Die natürlichsten Antworten sind Piacere mio (ganz meinerseits), Il piacere è mio (ganz meinerseits) oder einfach Piacere zurück.

Benvenuto/a

Formell

/behn-veh-NOO-toh / behn-veh-NOO-tah/

Wörtliche Bedeutung: Gut gekommen / Willkommen

Benvenuta a Roma, signora! Spero che il viaggio sia andato bene.

Willkommen in Rom, gnädige Frau! Ich hoffe, die Reise war gut.

🌍

Nach Geschlecht und Zahl: 'Benvenuto' für einen Mann, 'Benvenuta' für eine Frau, 'Benvenuti' für eine gemischte oder männliche Gruppe, 'Benvenute' für eine reine Frauengruppe.

Wie viele italienische Wörter ändert Benvenuto die Form je nach Geschlecht und Zahl. Ein Gastgeber, der Gäste zum Abendessen begrüßt, sagt Benvenuti a tutti! (Willkommen, alle zusammen!). Dieser Gruß wirkt wirklich herzlich. Gastfreundschaft ist Italienern wichtig.


Regionale Grüße

Italiens regionale Vielfalt ist tief verwurzelt. Wie der Historiker Tullio De Mauro dokumentierte, wurde Standarditalienisch erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Alltagssprache der Mehrheit. Davor sprachen die meisten Italiener vor allem ihre regionalen Dialekte. Diese Dialekte beeinflussen bis heute, wie Menschen sich begrüßen.

Uè!

Slang

/oo-EH/

Wörtliche Bedeutung: Hey! (Neapolitanisch)

Uè, Gennaro! Che fai stasera?

Hey, Gennaro! Was machst du heute Abend?

🌍

Ein typisch neapolitanischer und süditalienischer Ausruf. Warm, laut und voller Persönlichkeit. Du hörst ihn ständig in Neapel und in ganz Kampanien.

Uè! ist pures Neapel. Es ist ein Ausruf, der gleichzeitig als Gruß, als Aufmerksamkeitsruf und als Ausdruck von Überraschung funktioniert. Du hörst ihn quer über enge Straßen in den Quartieri Spagnoli und in praktisch jedem neapolitanischen Film. Er passt zum Ruf des Südens für ausdrucksstarke, überschwängliche Kommunikation.

Che bella sorpresa!

Locker

/keh BEL-lah sohr-PREH-zah/

Wörtliche Bedeutung: Was für eine schöne Überraschung!

Maria! Che bella sorpresa! Non sapevo che eri in città!

Maria! Was für eine schöne Überraschung! Ich wusste nicht, dass du in der Stadt bist!

🌍

Wenn man jemanden unerwartet trifft. In ganz Italien üblich, aber besonders beliebt im Süden, wo Grüße oft ausführlicher und emotionaler sind.

Das ist nicht nur ein Gruß, das ist eine kleine Inszenierung. Italiener, besonders in Mittel- und Süditalien, machen aus unerwarteten Begegnungen kleine Feiern. Oft kommen große Augen, offene Arme und der unvermeidliche doppelte Wangenkuss dazu.

Eccomi!

Locker

/EHK-koh-mee/

Wörtliche Bedeutung: Da bin ich!

Eccomi! Scusa il ritardo, c'era traffico.

Da bin ich! Sorry, dass ich zu spät bin, es gab Verkehr.

🌍

Als Gruß beim Ankommen, wenn man erwartet wird. In allen Regionen üblich. Funktioniert auch als Antwort, wenn jemand deinen Namen ruft.

Eccomi ist der Gruß des Ankommens. Wenn du bei einem Freund reinkommst, am Treffpunkt auftauchst oder jemand deinen Namen über die Piazza ruft, kündigt Eccomi! deine Anwesenheit mit typisch italienischem Flair an.


Slang und Jugendgrüße

Jede Generation prägt die Sprache. Italienische Slang-Grüße werden von regionalen Dialekten, englischen Lehnwörtern und Social-Media-Kultur beeinflusst.

Ehi!

Slang

/EH-ee/

Wörtliche Bedeutung: Hey!

Ehi, ragazzi! Che facciamo stasera?

Hey, Leute! Was machen wir heute Abend?

🌍

Die italienische Version von 'Hey!'. Durch englischen Einfluss verbreitet, vor allem bei jüngeren Sprechern in Städten in ganz Italien. Oft gefolgt von 'ragazzi' (Leute) oder 'bello/bella' (hübscher/hübsche).

Ehi ist ein direkter Import aus dem Englischen, der inzwischen völlig italienisch wirkt. Junge Leute in ganz Italien nutzen es ganz selbstverständlich. Kombiniere es mit bello oder bella (wörtlich "schön", unter engen Freunden wie "Schatz" oder "Kumpel" benutzt) für einen natürlich klingenden lockeren Gruß: Ehi, bella!

Che si dice?

Slang

/keh see DEE-cheh/

Wörtliche Bedeutung: Was wird gesagt?

Che si dice di bello? Novità?

Was gibt's Neues? Irgendwelche Neuigkeiten?

🌍

Ein lockeres 'Was geht?' in ganz Italien. Oft erweitert zu 'Che si dice di bello?' (Was gibt's Gutes?). Häufiger in Mittel- und Süditalien.

Das ist Italiens Version von "Was geht?" oder "Was gibt's Neues?" Es passt gut als Anschluss nach Ciao: Ciao, che si dice? Die längere Form Che si dice di bello? bringt eine typisch italienische Portion Optimismus rein, weil sie gezielt nach guten Neuigkeiten fragt.


Telefongrüße

Pronto?

Höflich

/PROHN-toh/

Wörtliche Bedeutung: Bereit?

Pronto? Chi parla?

Hallo? Wer spricht?

🌍

Der universelle italienische Telefongruß. Wörtlich 'bereit?', im Sinn von 'Ich bin bereit zuzuhören'. In ganz Italien üblich, unabhängig von Region, Alter oder Höflichkeitsgrad.

Anders als in vielen Sprachen, die je nach Region unterschiedliche Telefonbegrüßungen haben, ist Italien durch Pronto? vereint. Das geht auf die frühen Zeiten der Telefonvermittlung zurück, als Operatoren Pronto! sagten, um zu signalisieren, dass die Verbindung steht. Heute ist es die normale Art, ans Telefon zu gehen. Mit Ciao bei einer unbekannten Nummer dranzugehen, klingt sehr ungewöhnlich.


So antwortest du auf italienische Grüße

Zu wissen, wie man grüßt, ist die halbe Unterhaltung. So antwortest du natürlich.

Antworten auf formelle Grüße

Die andere Person sagtDu sagstHinweise
BuongiornoBuongiornoDen gleichen Gruß zurückgeben
BuonaseraBuonaseraDen gleichen Gruß zurückgeben
SalveSalve / BuongiornoZurückgeben oder die Förmlichkeit leicht erhöhen
PiacerePiacere mio / Il piacere è mio"Ganz meinerseits"

Antworten auf lockere Grüße

Die andere Person sagtDu sagstHinweise
Ciao!Ciao! / Ciao, come va?Zurückgeben und optional nachfragen
Come stai?Bene, grazie, e tu?"Gut, danke, und dir?"
Come sta?Bene, grazie, e Lei?Formell: "Lei" statt "tu"
Come va?Bene, grazie! / Non c'è male"Gut, danke!" / "Nicht schlecht"
Tutto bene?Sì, tutto bene! E tu?"Ja, alles gut! Und du?"

💡 Die italienische Kunst der Nicht-Antwort

Wenn Italiener Come stai? fragen, ist die höfliche Standardantwort Bene, grazie (Gut, danke), auch wenn es nicht super läuft. Bei engen Freunden und Familie kommen aber oft ehrliche, ausführliche Antworten. Achte auf Beziehung und Situation, um zu entscheiden, wie viel du teilen willst.

🌍 Körperliche Begrüßungen in Italien

Körperkontakt ist bei italienischen Grüßen zentral. Freunde und Familie geben sich zwei Küsse auf die Wangen, zuerst links, dann rechts. Im Beruf ist ein fester Händedruck Standard. Im Süden sind Grüße oft körperlicher und überschwänglicher: Umarmungen, Klopfen auf den Rücken und sogar eine Hand am Arm beim Sprechen. Lass die italienische Person anfangen und orientiere dich an ihr.


Übe mit echten italienischen Inhalten

Über Grüße zu lesen schafft Wissen, aber sie von Muttersprachlern zu hören macht sie wirklich automatisch. Das italienische Kino gehört zu den reichsten der Welt, und Filme sind eine sehr gute Möglichkeit, natürliche Grußmuster aufzunehmen, von formellen Dialogen in Historienfilmen bis zum schnellen Ciao, ciao! in modernen römischen Komödien.

Wordy lässt dich italienische Filme und Serien mit interaktiven Untertiteln schauen. Tippe auf einen Gruß, um Bedeutung, Aussprache und kulturellen Kontext in Echtzeit zu sehen. Statt Phrasen aus einer Liste auswendig zu lernen, nimmst du sie aus echten Gesprächen auf, mit natürlicher Intonation und Gestik.

Für mehr italienische Inhalte schau in unseren Blog, dort findest du Guides wie die besten Filme, um Italienisch zu lernen. Du kannst auch unsere Italienisch-Lernseite besuchen und noch heute mit echten Inhalten üben.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die häufigste Art, auf Italienisch Hallo zu sagen?
'Ciao' (CHOW) ist die häufigste italienische Begrüßung. Es funktioniert in lockeren Situationen sowohl als Hallo als auch als Tschüss. In formellen Situationen nimm 'Buongiorno' (Guten Morgen/Tag) oder 'Buonasera' (Guten Abend). Wenn du unsicher bist, ist 'Salve' eine sichere Mitte.
Ist es unhöflich, in Italien zu einem Fremden 'Ciao' zu sagen?
Das kann es sein. 'Ciao' ist informell und setzt Vertrautheit voraus. Bei älteren Personen, die du nicht kennst, bei Ladenpersonal oder im beruflichen Kontext kann es respektlos wirken. Nutze stattdessen 'Buongiorno' oder 'Salve'. Jüngere Italiener in Bars oder Clubs stört 'Ciao' meist nicht.
Was ist der Unterschied zwischen 'Buongiorno' und 'Buonasera'?
'Buongiorno' (Guten Morgen/Tag) nutzt man vom Morgen bis zum frühen bis mittleren Nachmittag. 'Buonasera' (Guten Abend) gilt ab dem späten Nachmittag. Der genaue Wechsel hängt von der Region ab, im Norden oft gegen 15 bis 16 Uhr, im Süden teils erst gegen 17 bis 18 Uhr.
Was bedeutet 'Salve' und wann sollte ich es verwenden?
'Salve' (SAHL-veh) stammt vom lateinischen Wort für 'sei wohl'. Es liegt zwischen 'Ciao' (locker) und 'Buongiorno' (formell) und ist ideal, wenn du dir beim Ton nicht sicher bist. Es passt bei Fremden, Bekannten und in halbformellen Situationen.
Wie begrüßen sich Italiener körperlich?
Italiener begrüßen Freunde und Familie oft mit zwei Küsschen auf die Wangen, beginnend mit der linken Wange. In formellen oder geschäftlichen Situationen ist ein fester Händedruck üblich. Das doppelte Küsschen ist in Mittel und Süditalien häufiger, im Norden sind viele etwas zurückhaltender.
Unterscheiden sich Begrüßungen zwischen Nord und Süditalien?
Ja. Norditaliener wirken oft zurückhaltender und greifen schneller zu formellen Grüßen. Süditaliener und Sizilianer begrüßen meist wärmer und ergänzen häufiger liebevolle Wendungen. Auch regionale Dialekte bringen eigene Formen mit, etwa das neapolitanische 'Uè' oder das sizilianische 'Chiù'.

Quellen und Referenzen

  1. Accademia della Crusca, Italiens führende Autorität zur italienischen Sprache, gegründet 1583
  2. Treccani, Vocabolario della lingua italiana, Online-Ausgabe (2025)
  3. Ethnologue: Languages of the World, Eintrag zur italienischen Sprache (2024)
  4. De Mauro, T. (2014). 'Storia linguistica dell'Italia unita.' Laterza.
  5. Società Dante Alighieri, L'italiano nel mondo, Jahresbericht 2024

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