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🇮🇹Italienisch

Hallo auf Italienisch sagen: 17 Grüße für jede Situation

Von Sandor22. Januar 20269 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

Die häufigste Art, auf Italienisch Hallo zu sagen, ist „Ciao“ (CHOW). Das passt in jeder lockeren Situation in ganz Italien. Neben Ciao nutzen Italiener formelle Grüße wie „Buongiorno“ und „Buonasera“, das vielseitige „Salve“ sowie regionale Ausdrücke, die sich von Mailand über Neapel bis Palermo unterscheiden.

Die kurze Antwort

Die häufigste Art, auf Italienisch Hallo zu sagen, ist Ciao (CHOW). Es passt in jede lockere Situation, vom Grüßen von Freunden im Café bis zum Treffen eines Nachbarn auf der Straße. Aber Italienisch hat ein reiches System an Grüßen. Es zeigt Förmlichkeit, Tageszeit und regionale Identität. In Italien ist das wichtiger als in den meisten anderen europäischen Ländern.

Italienisch wird weltweit von etwa 85 Millionen Menschen gesprochen. Es ist Amtssprache in vier Ländern: Italien, der Schweiz, San Marino und der Vatikanstadt. Laut den Daten von Ethnologue 2024 gehört es zu den 25 meistgesprochenen Sprachen weltweit. Italiens starke regionale Identitäten und der kulturelle Fokus auf bella figura (einen guten Eindruck machen) machen die richtige Begrüßung wirklich wichtig.

„Im Italienischen ist die Begrüßung, die du wählst, eine soziale Erklärung. Sie sagt der anderen Person, ob du sie als Gleichgestellten, Vorgesetzten oder Fremden siehst, noch bevor du etwas anderes sagst.“

(Tullio De Mauro, Storia linguistica dell'Italia unita, Laterza, 2014)

Dieser Guide behandelt 17 wichtige italienische Begrüßungen, geordnet nach Kategorien: universell, tageszeitabhängig, locker, formell, regional und Slang. Jede enthält Aussprache, einen Beispielsatz und kulturellen Kontext. So weißt du genau, wann und wo du sie nutzt.


Schnellübersicht: Italienische Begrüßungen auf einen Blick


Universelle Begrüßungen

Diese Begrüßungen versteht man in ganz Italien und auch unter italienischsprachigen Menschen weltweit. Die Accademia della Crusca, Italiens älteste sprachliche Autorität (gegründet 1583), erkennt sie als Standard des modernen Italienisch an.

Ciao

Locker

/CHOW/

Wörtliche Bedeutung: Ich bin dein Sklave (historisch)

Ciao, Marco! Come stai?

Hi, Marco! Wie geht's dir?

🌍

Das weltweit am häufigsten entlehnte italienische Wort. Funktioniert als Hallo UND Tschüss. Nur informell, nutze es nie mit Fremden in formellen Situationen.

Ciao ist wohl die bekannteste Begrüßung der Welt. Dutzende Sprachen haben es übernommen, von Portugiesisch bis Japanisch. Sein Ursprung überrascht: Es kommt vom venezianischen Dialektwort s'ciavo, einer Verkürzung von schiavo vostro („Ich bin euer Sklave“). Das war früher eine höfliche Unterwerfung. Über Jahrhunderte wurde daraus eine lockere Begrüßung.

Die wichtigste Regel: Ciao ist informell. Wenn du es bei älteren Unbekannten, Behörden oder im Business-Meeting nutzt, wirkt das schnell anmaßend. Wenn du unsicher bist, nimm lieber Buongiorno oder Salve.

💡 Doppeltes Ciao für extra Herzlichkeit

Italiener sagen beim Verabschieden oft Ciao ciao! Das klingt wärmer und freundlicher. Du hörst es ständig. Denk daran wie an das italienische Pendant zu „Tschüssi tschüss!“

Salve

Höflich

/SAHL-veh/

Wörtliche Bedeutung: Sei wohlauf (aus dem Lateinischen salvēre)

Salve, mi scusi, sa dov'è la stazione?

Hallo, entschuldigen Sie, wissen Sie, wo der Bahnhof ist?

🌍

Die perfekte Mittelweg-Begrüßung. Nicht so locker wie 'Ciao', nicht so formell wie 'Buongiorno'. Ideal, wenn du beim richtigen Höflichkeitsgrad unsicher bist.

Salve löst das italienische Förmlichkeitsrätsel. Es kommt direkt aus dem Lateinischen, dem Imperativ von salvēre (gesund sein). Es liegt neutral zwischen Ciao und Buongiorno. Laut dem Wörterbuch Treccani gilt es weder als strikt formell noch als informell.

Nutze Salve beim Betreten eines kleinen Ladens, beim Grüßen eines Nachbarn, den du nicht gut kennst, oder beim ersten Treffen in entspannter Umgebung. Es ist eine sichere Standardwahl und beleidigt nie.


Begrüßungen nach Tageszeit

Italienisch nutzt zwei zentrale tageszeitabhängige Begrüßungen, die den Tag teilen, plus eine eigene nächtliche Verabschiedung.

Buongiorno

Höflich

/bwohn-JOHR-noh/

Wörtliche Bedeutung: Guten Tag

Buongiorno, signora Rossi. Come sta oggi?

Guten Morgen, Frau Rossi. Wie geht es Ihnen heute?

🌍

Die Standardbegrüßung mit Höflichkeit von morgens bis zum frühen bis mittleren Nachmittag. Wörtlich „guter Tag“, sie deckt im Italienischen sowohl „Guten Morgen“ als auch „Guten Tag“ ab.

Buongiorno ist das Arbeitstier der formellen italienischen Begrüßungen. Anders als im Deutschen, wo wir „Guten Morgen“ und „Guten Tag“ trennen, nutzt Italienisch Buongiorno für die gesamte erste Tageshälfte. Der Wechsel zu Buonasera passiert je nach Region zwischen 15 und 18 Uhr. Im Norden früher, im Süden später.

In Läden, Restaurants, Büros und bei jeder Begegnung mit Fremden ist Buongiorno tagsüber die sicherste Wahl. Es ist höflich, ohne steif zu wirken.

Buonasera

Höflich

/bwoh-nah-SEH-rah/

Wörtliche Bedeutung: Guten Abend

Buonasera a tutti. Benvenuti al ristorante.

Guten Abend zusammen. Willkommen im Restaurant.

🌍

Übernimmt von Buongiorno am späten Nachmittag und Abend. Die genaue Wechselzeit variiert: etwa 15 bis 16 Uhr in Mailand, 17 bis 18 Uhr in Neapel. Wenn du unsicher bist, ist Buongiorno immer sicher.

Der Übergang von Buongiorno zu Buonasera ist eine kulturelle Nuance. Sie zeigt, wie gut du Italien kennst. In norditalienischen Städten wie Mailand und Turin kann der Wechsel schon um 15 Uhr passieren. In Rom eher gegen 16 bis 17 Uhr. In Süditalien und auf Sizilien bleiben viele bis 17 bis 18 Uhr oder sogar länger bei Buongiorno.

🌍 Die Buongiorno-zu-Buonasera-Debatte

Italiener sind sich selbst nicht einig, wann genau man wechselt. Das ist ein häufiges Thema für freundliche Diskussionen. Wenn du in Mailand um 16:30 Uhr Buongiorno sagst, korrigiert dich vielleicht jemand sanft mit Buonasera! Am sichersten ist: Hör auf die Leute um dich herum und mach es genauso.

Buonanotte

Höflich

/bwoh-nah-NOHT-teh/

Wörtliche Bedeutung: Gute Nacht

Buonanotte, dormi bene!

Gute Nacht, schlaf gut!

🌍

Fast nur als Verabschiedung, nicht als Begrüßung. Anders als 'Buonasera' (das man auch beim Ankommen sagt) signalisiert 'Buonanotte', dass du oder die andere Person schlafen geht.

Anders als Buonasera, das als Begrüßung und Verabschiedung funktioniert, ist Buonanotte fast immer eine Verabschiedung. Du sagst es beim Abschied spät in der Nacht oder wenn jemand ins Bett geht. Als Begrüßung beim Ankommen würde es seltsam klingen.


Lockere Begrüßungen

Diese Ausdrücke gehen über ein einfaches Hallo hinaus. Sie verbinden Begrüßung mit echtem, oder ritualisiertem, Interesse daran, wie es der anderen Person geht.

Come stai?

Locker

/KOH-meh STAH-ee/

Wörtliche Bedeutung: Wie stehst du?

Ciao, Giulia! Come stai? È da tanto che non ci vediamo!

Hi, Giulia! Wie geht's dir? Wir haben uns so lange nicht gesehen!

🌍

Das informelle „Wie geht's?“ mit der 'tu'-Form. Nutze es bei Freunden, Familie, Gleichaltrigen und in lockeren Situationen. In formellen Situationen wechsle zu 'Come sta?'.

Come stai? ist die informelle Version. Sie nutzt das Pronomen tu (du). Anders als im Deutschen, wo „Wie geht's?“ oft nur eine Floskel ist, geben Italiener manchmal eine echte Antwort. Das gilt besonders im Süden. Rechne mit einem echten Update zu Gesundheit, Familie oder Stimmung.

Come sta?

Formell

/KOH-meh STAH/

Wörtliche Bedeutung: Wie geht es Ihnen? (formell)

Buongiorno, professore. Come sta?

Guten Morgen, Herr Professor. Wie geht es Ihnen?

🌍

Das formelle „Wie geht es Ihnen?“ mit der 'Lei'-Form. Wichtig im Beruf, bei Älteren und bei allen, die du mit 'Lei' statt 'tu' ansprichst.

Das formelle Gegenstück nutzt die Lei-Konjugation. Der Unterschied ist nur eine Silbe (stai vs. sta). Trotzdem zeigt sie Respekt. Nutze es bei Professoren, Ärzten, älteren Nachbarn, Kunden und bei allen, die du mit einem Titel ansprichst.

Come va?

Locker

/KOH-meh VAH/

Wörtliche Bedeutung: Wie geht es?

Ehi, come va? Tutto a posto?

Hey, wie läuft's? Alles in Ordnung?

🌍

Ein vielseitiges „Wie läuft's?“, das in den meisten informellen Situationen passt. Etwas weniger persönlich als 'Come stai?'. Es fragt eher allgemein nach dem Stand der Dinge als nach der Person.

Come va? hat einen praktischen Vorteil: Du musst nicht zwischen tu und Lei wählen. Das Verb andare (gehen) steht hier in der dritten Person. Das macht es bequem, wenn du freundlich sein willst, ohne die Förmlichkeitsfrage zu klären.

Tutto bene?

Locker

/TOOT-toh BEH-neh/

Wörtliche Bedeutung: Alles gut?

Ciao, tutto bene? Ti vedo un po' stanco.

Hey, alles gut? Du siehst ein bisschen müde aus.

🌍

Eine warme Begrüßung zum Nachfragen. Kann echte Sorge ausdrücken oder einfach ein lockeres Hallo sein. Die Standardantwort ist 'Sì, tutto bene, grazie!' oder nur 'Tutto bene.'

Diese Begrüßung funktioniert als lockeres Hallo und als echtes Nachfragen. Kombiniere sie mit Ciao, das klingt am natürlichsten: Ciao, tutto bene? Die Antwort ist fast immer Sì, tutto bene, auch wenn nicht alles perfekt ist.


Formelle Begrüßungen und Begrüßungen beim ersten Kennenlernen

Wichtig für Beruf, erste Vorstellungen und Respekt. In der italienischen Kultur zählt bella figura (sich gut präsentieren) sehr. Deine Begrüßung ist der erste Eindruck. Mehr zu diesen kulturellen Feinheiten findest du in unserem Italienisch-Lernbereich.

Piacere

Formell

/pyah-CHEH-reh/

Wörtliche Bedeutung: Freude

Piacere, sono Alessandro. Lei è la dottoressa Bianchi?

Freut mich, ich bin Alessandro. Sind Sie Frau Doktor Bianchi?

🌍

Die Standardformel beim ersten Kennenlernen. Für extra Förmlichkeit kannst du 'Piacere di conoscerla' (Freut mich, Sie kennenzulernen) sagen. Antworte mit 'Piacere mio' (ganz meinerseits) oder wiederhole 'Piacere'.

Piacere ist Pflicht, wenn du jemanden zum ersten Mal triffst, in formellen oder halbformellen Situationen. Meist gehört ein Händedruck dazu. Die natürlichsten Antworten sind Piacere mio (ganz meinerseits), Il piacere è mio (ganz meinerseits) oder einfach Piacere zurück.

Benvenuto/a

Formell

/behn-veh-NOO-toh / behn-veh-NOO-tah/

Wörtliche Bedeutung: Gut gekommen / Willkommen

Benvenuta a Roma, signora! Spero che il viaggio sia andato bene.

Willkommen in Rom, gnädige Frau! Ich hoffe, die Reise war gut.

🌍

Nach Geschlecht und Zahl: 'Benvenuto' für einen Mann, 'Benvenuta' für eine Frau, 'Benvenuti' für eine gemischte oder männliche Gruppe, 'Benvenute' für eine reine Frauengruppe.

Wie viele italienische Wörter ändert Benvenuto die Form nach Geschlecht und Zahl. Ein Gastgeber beim Abendessen sagt zum Beispiel Benvenuti a tutti! (Willkommen, alle zusammen!). Diese Begrüßung wirkt wirklich warm. Italiener nehmen Gastfreundschaft ernst.


Regionale Begrüßungen

Italiens regionale Vielfalt ist tief verwurzelt. Wie der Historiker Tullio De Mauro dokumentierte, wurde Standarditalienisch erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Alltagssprache der Mehrheit. Davor sprachen die meisten Italiener vor allem ihre regionalen Dialekte. Diese Dialekte prägen Begrüßungen bis heute.

Uè!

Slang

/oo-EH/

Wörtliche Bedeutung: Hey! (Neapolitanisch)

Uè, Gennaro! Che fai stasera?

Hey, Gennaro! Was machst du heute Abend?

🌍

Ein typisch neapolitanischer und süditalienischer Ausruf. Warm, laut und voller Persönlichkeit. Du hörst ihn ständig in Neapel und in ganz Kampanien.

Uè! ist pures Neapel. Es ist ein Ausruf, der Begrüßung, Aufmerksamkeitssignal und Überraschung zugleich sein kann. Du hörst ihn über enge Straßen in den Quartieri Spagnoli gerufen. Du hörst ihn auch in fast jedem neapolitanischen Film. Er passt zum Ruf des Südens für ausdrucksstarke Kommunikation.

Che bella sorpresa!

Locker

/keh BEL-lah sohr-PREH-zah/

Wörtliche Bedeutung: Was für eine schöne Überraschung!

Maria! Che bella sorpresa! Non sapevo che eri in città!

Maria! Was für eine schöne Überraschung! Ich wusste nicht, dass du in der Stadt bist!

🌍

Wenn du jemanden unerwartet triffst. In ganz Italien üblich, aber besonders beliebt im Süden, wo Begrüßungen oft ausführlicher und emotionaler sind.

Das ist nicht nur eine Begrüßung, es ist eine kleine Inszenierung. Italiener, besonders in Mittel- und Süditalien, machen aus zufälligen Treffen kleine Feiern. Oft kommen große Augen, offene Arme und der typische doppelte Wangenkuss dazu.

Eccomi!

Locker

/EHK-koh-mee/

Wörtliche Bedeutung: Da bin ich!

Eccomi! Scusa il ritardo, c'era traffico.

Da bin ich! Sorry für die Verspätung, es gab Verkehr.

🌍

Als Begrüßung beim Ankommen, wenn man dich erwartet. In allen Regionen üblich. Funktioniert auch als Antwort, wenn jemand deinen Namen ruft.

Eccomi ist die Begrüßung des Ankommens. Wenn du in die Wohnung eines Freundes kommst, am Treffpunkt auftauchst oder jemand dich über die Piazza ruft, kündigt Eccomi! deine Anwesenheit an.


Slang und Begrüßungen unter Jugendlichen

Jede Generation prägt Sprache neu. Italienische Slang-Begrüßungen werden von regionalen Dialekten, englischen Lehnwörtern und Social-Media-Kultur beeinflusst.

Ehi!

Slang

/EH-ee/

Wörtliche Bedeutung: Hey!

Ehi, ragazzi! Che facciamo stasera?

Hey, Leute! Was machen wir heute Abend?

🌍

Die italienische Version von „Hey!“. Durch englischen Einfluss verbreitet, besonders bei jüngeren Sprechern in Städten in ganz Italien. Oft gefolgt von 'ragazzi' (Leute) oder 'bello/bella' (hübscher/hübsche).

Ehi ist ein direkter Import aus dem Englischen, der komplett italienisch geworden ist. Junge Leute in ganz Italien nutzen es ganz selbstverständlich. Kombiniere es mit bello oder bella (wörtlich „schön“, unter engen Freunden wie „Schatz“ oder „Kumpel“): Ehi, bella!

Che si dice?

Slang

/keh see DEE-cheh/

Wörtliche Bedeutung: Was sagt man so?

Che si dice di bello? Novità?

Was gibt's Neues? Irgendwelche Neuigkeiten?

🌍

Ein lockeres „Was geht?“ in ganz Italien. Oft erweitert zu 'Che si dice di bello?' (Was gibt's Gutes?). Häufiger in Mittel- und Süditalien.

Das ist Italiens Version von „Was geht?“ oder „Was gibt's Neues?“. Es passt gut als Anschluss nach Ciao: Ciao, che si dice? Die längere Form Che si dice di bello? bringt typisch italienischen Optimismus mit. Sie fragt gezielt nach guten Neuigkeiten.


Begrüßungen am Telefon

Pronto?

Höflich

/PROHN-toh/

Wörtliche Bedeutung: Bereit?

Pronto? Chi parla?

Hallo? Wer spricht?

🌍

Die universelle italienische Telefonbegrüßung. Wörtlich „bereit?“, im Sinn von „Ich bin bereit zuzuhören“. In ganz Italien genutzt, unabhängig von Region, Alter oder Höflichkeitsgrad.

Anders als in vielen Sprachen, die je nach Region unterschiedliche Telefonbegrüßungen haben, ist Italien bei Pronto? einheitlich. Es stammt aus den frühen Tagen der Telefonvermittlung. Damals sagte man Pronto!, um zu zeigen, dass die Verbindung steht. Heute ist es die normale Art, ans Telefon zu gehen. Ciao bei einem unbekannten Anruf zu sagen, klingt sehr ungewöhnlich.


So antwortest du auf italienische Begrüßungen

Zu wissen, wie man grüßt, ist nur die halbe Unterhaltung. So antwortest du natürlich.

Antworten auf formelle Begrüßungen

Die andere Person sagtDu sagstHinweise
BuongiornoBuongiornoWiederhole dieselbe Begrüßung
BuonaseraBuonaseraWiederhole dieselbe Begrüßung
SalveSalve / BuongiornoWiederholen oder die Förmlichkeit leicht erhöhen
PiacerePiacere mio / Il piacere è mio„Ganz meinerseits“

Antworten auf lockere Begrüßungen

Die andere Person sagtDu sagstHinweise
Ciao!Ciao! / Ciao, come va?Wiederholen und optional nachfragen
Come stai?Bene, grazie, e tu?„Gut, danke, und dir?“
Come sta?Bene, grazie, e Lei?Formell: nutze „Lei“, nicht „tu“
Come va?Bene, grazie! / Non c'è male„Gut, danke!“ / „Nicht schlecht“
Tutto bene?Sì, tutto bene! E tu?„Ja, alles gut! Und du?“

💡 Die italienische Kunst der Nicht-Antwort

Wenn Italiener Come stai? fragen, ist die höfliche Standardantwort Bene, grazie (Gut, danke), auch wenn es nicht super läuft. Enge Freunde und Familie antworten aber oft ehrlich und ausführlich. Achte auf Beziehung und Situation, dann entscheidest du, wie viel du teilst.

🌍 Körperliche Begrüßungen in Italien

Körperkontakt gehört in Italien stark zur Begrüßung. Freunde und Familie geben zwei Küsse auf die Wangen, zuerst links, dann rechts. Im Beruf ist ein fester Händedruck Standard. Im Süden sind Begrüßungen oft körperlicher und überschwänglicher, mit Umarmungen, Klopfen auf den Rücken und sogar einer Hand am Arm beim Sprechen. Lass die italienische Person anfangen und orientiere dich an ihr.


Übe mit echten italienischen Inhalten

Über Begrüßungen zu lesen schafft Wissen. Sie von Muttersprachlern zu hören macht sie instinktiv. Das italienische Kino gehört zu den reichsten der Welt. Filme eignen sich hervorragend, um natürliche Begrüßungsmuster aufzunehmen, von formellen Szenen in Historienfilmen bis zum schnellen Ciao, ciao! moderner römischer Komödien.

Wordy lässt dich italienische Filme und Serien mit interaktiven Untertiteln ansehen. Tippe auf eine Begrüßung und du siehst Bedeutung, Aussprache und kulturellen Kontext in Echtzeit. Statt Phrasen aus einer Liste auswendig zu lernen, nimmst du sie aus echten Gesprächen auf, mit natürlicher Intonation und Gestik.

Für mehr italienische Inhalte schau in unseren Blog. Dort findest du Guides wie die besten Filme, um Italienisch zu lernen. Du kannst auch unsere Italienisch-Lernseite besuchen und heute mit echten Inhalten üben.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die häufigste Art, auf Italienisch Hallo zu sagen?
„Ciao“ (CHOW) ist die häufigste italienische Begrüßung. Es bedeutet in lockeren Situationen sowohl Hallo als auch Tschüss. In formellen Kontexten nimm „Buongiorno“ (Guten Morgen, Guten Tag) oder „Buonasera“ (Guten Abend). Wenn du unsicher bist, ist „Salve“ eine sichere Mitte.
Ist es unhöflich, in Italien zu Fremden „Ciao“ zu sagen?
Das kann es sein. „Ciao“ ist informell und setzt Vertrautheit voraus. Bei älteren Personen, die du nicht kennst, bei Verkäuferinnen und Verkäufern oder im beruflichen Umfeld kann es respektlos wirken. Nutze stattdessen „Buongiorno“ oder „Salve“. Unter Jüngeren in Bars oder Clubs ist „Ciao“ meist völlig okay.
Was ist der Unterschied zwischen „Buongiorno“ und „Buonasera“?
„Buongiorno“ (Guten Morgen, Guten Tag) sagt man vom Morgen bis zum frühen bis mittleren Nachmittag. „Buonasera“ (Guten Abend) nutzt man ab dem späten Nachmittag. Der genaue Wechsel hängt von der Region ab, im Norden oft gegen 15 bis 16 Uhr, im Süden teils erst gegen 17 bis 18 Uhr.
Was bedeutet „Salve“ und wann sollte ich es verwenden?
„Salve“ (SAHL-veh) kommt vom lateinischen Wort für „sei wohl“. Es liegt zwischen „Ciao“ (locker) und „Buongiorno“ (formell) und passt, wenn du dir beim Ton nicht sicher bist. Du kannst es bei Fremden, Bekannten und in halbformellen Situationen verwenden.
Wie begrüßen sich Italiener körperlich?
Italiener begrüßen Freunde und Familie oft mit zwei Küsschen auf die Wangen, beginnend mit der linken Wange. In formellen oder geschäftlichen Situationen ist ein fester Händedruck üblich. Das doppelte Küsschen ist in Mittel- und Süditalien verbreiteter, im Norden sind viele etwas zurückhaltender.
Unterscheiden sich Begrüßungen zwischen Nord- und Süditalien?
Ja. In Norditalien sind viele eher zurückhaltend und greifen schneller zu formellen Grüßen. In Süditalien und auf Sizilien wird oft herzlicher begrüßt, teils mit ausführlicheren, liebevollen Wendungen. Auch regionale Dialekte bringen eigene Formen mit, etwa neapolitanisch „Uè“ oder sizilianisch „Chiù“.

Quellen und Referenzen

  1. Accademia della Crusca, Italiens wichtigste Autorität für die italienische Sprache, gegründet 1583
  2. Treccani, Vocabolario della lingua italiana, Online-Ausgabe (2025)
  3. Ethnologue: Languages of the World, Eintrag zur italienischen Sprache (2024)
  4. De Mauro, T. (2014). „Storia linguistica dell'Italia unita.“ Laterza.
  5. Società Dante Alighieri, L'italiano nel mondo, Jahresbericht 2024

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